tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 29. September 2019

Georg Fraisl

Der Schock um Tekir zog Wacker den Nerv

Die Burg Tivolistadion hat ein grobes Loch bekommen: Nach vier Siegen in den ersten vier Heimspielen kassierte Wacker Innsbruck gestern gegen Lafnitz eine 0:3 (0:1)-Heimniederlage. Und verlor dabei auch noch Meusburger und Bacher durch Ausschlüsse. Was alles leichter zu verkraften wäre, als die neuerliche (Kreuzband-)Verletzung von Rami Tekir.

Minute 13 wäre vielleicht passender gewesen. Schrecklich war’s auch drei Minuten später. Sah ja gar nicht so schlimm aus, der Zweikampf von Rami Tekir – im Gegenteil zu den Folgen: Rami, zuletzt beim Comeback im ÖFB-Cup einer der Helden, blieb liegen. Mit genau dem Schmerz, den er sooo genau kennt. Und im Stadion ahnten alle, dass er sich da zum dritten Mal binnen 27 Monaten das Kreuzband gerissen hat. Es war noch ärger: Innenband, vorderes Kreuzband ab, Patella teilweise.

Zwei Tore zu neunt

Ein Schock auch für seine Kollegen, den die Innsbrucker gegen agile & clevere Lafnitzer lange nicht ablegen konnten. Unverdient war die Halbzeitführung durch William (36.) jedenfalls nicht. Nach der Pause war Wacker präsenter, hatte beim Freistoß von Satin an die Latte Pech (53.), haderte bei einem Elferfoul an Gründler (48.) und beim Abseitstor von Yildirim mit dem Schiri. Referee Frühlacher wirkte zwar überfordert, die Ausschlüsse von Meusburger (Beleidigung) und Bacher (Unsportlichkeit) waren aber nachvollziehbar. Fadinger (82.) und ein Kofler-Eigentor (84.) machten gegen neun Tiroler den Deckel drauf.