tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 05. Oktober 2019

Wolfgang Müller

Bittere Heimpleite gegen Kapfenberg

Innsbruck - Willkommen im Abstiegsstrudel - der FC Wacker erlitt gestern vor 1525 Zuschauern eine ernüchternde 1:2-Niederlage gegen den Kapfenberger SV und verabschiedete sich in das hintere Tabellendrittel. Nach der Heimpleite gegen Lafnitz folgte gestern der zweite Tivoli-Tiefschlag in Serie.

Ein Sieg für Pechvogel Rami Tekir sollte eingefahren werden, aber davon waren die Schwarzgrünen zunächst weit entfernt. Gegen das Schlusslicht aus der Steiermark kamen die Tiroler in der ersten Halbzeit nie so recht auf Touren. Die von Ex-FC-Tirol-Profi Kurt Russ betreuten Falken agierten stets auf Augenhöhe und gingen in der 27. Minute nicht überraschend in Führung. Nach einem kurz abgespielten Eckball nützte David Sencar den kollektiven Tiefschlaf der FCW-Verteidigung per Kopf. Nachdem Murat Satin mit einem Kopfball (32.), einem Freistoß (34.) und nach Gründler-Vorlage (37.) nur knapp scheiterte, konnten sich die Hausherren bei Paul Mensah bedanken, dass es beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer beim 0:1 blieb. Denn der Kapfenberg-Stürmer (40.) versemmelte eine Riesenchance kläglich.

Was immer Thomas Grumser seiner jungen Truppe (Altersdurchschnitt 20,5 Jahre) in der Kabine für den zweiten Spielabschnitt mit auf den Weg gab, es ist angekommen. Atsushi Zaizen leitete die Aufholjagd mit einem Fallrückzieher (47.) ein und kurz darauf konnte endlich gejubelt werden. Alex Gründler (51.) war nach einer scharfen Hereingabe von Thomas Kofler im Zentrum zur Stelle.

Der Ausgleich brachte die Gäste nicht sonderlich aus dem Gleichgewicht. Im Gegenteil - der aufgerückte Ivol Kralj besorgte die neuerliche Führung. Ein Schock für die Innsbrucker, die in der Defensive völlig aus den Fugen gerieten. Grumser reagierte mit einem Doppeltausch (Markus Wallner und Vasi Kusej kamen für Gründler und Conte).

Riesen-Aufregung dann in Minute 68 - ein Faleye-Schuss wurde mit der Hand geblockt, doch der Elferpfiff blieb aus. Kapitän Lukas Hupf­auf handelte sich Gelb wegen Reklamierens ein. Jetzt war Feuer am Dach. In beiden Strafräumen regierte zuweilen die totale Konfusion, mit dem Schlusspfiff war die 1:2-Heimniederlage dann bittere Gewissheit.