tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 26. Oktober 2019

Wolfgang Müller

Dämpfer gegen Ried in letzter Minute

Nach zuletzt zwei Heimpleiten musste sich der FC Wacker im gestrigen Tivoli-Schlager gegen Ried 2:3 (2:2) geschlagen geben.

Innsbruck - 2473 Zuschauern wurde gestern im Tivoli ein ansehnliches Fußball-Zweitligamenü mit ganz bitterem Nachgeschmack serviert. Fünf Tore, neun Gelbe Karten und jubelnde Rieder, die dem FC Wacker durch einen finalen 2:3-Nackenschlag die dritte Heim­pleite in Folge bescherten.

Schon die erste Halbzeit war nichts für schwache Nerven, weil sich beide Teams einen munteren Schlagabtausch lieferten. Nach nervösem Start der Hausherren, denen Trainer Thomas Grumser ein 4/1/4/1-System verordnete, packte Murat Satin in der neunten Minute den Hammer aus und drosch den Ball aus rund 20 Metern ins rechte Eck. Da streckte sich der Zillertaler Johannes Kreidl im Rieder-Tor vergeblich. Die Führung löste zwar die anfängliche Verkrampfung, doch mit Fortdauer der Begegnung erhöhten die Wikinger ihre Schlagzahl und fuhren auch Beute ein. Zunächst bedankte sich Julian Wießmeier (27.) für zu viel Freiraum und bezwang Lukas Wedl zum 1:1. Dann machte Felix Bacher ausgerechnet an seinem 19. Geburtstag ein Gastgeschenk - das Elferfoul an Marco Grüll war ebenso unnötig wie fatal. Denn Jefte Sanchez (42.) verwandelte trocken zur Führung der Oberösterreicher. Dass Atsushi Zaizen unmittelbar vor dem Pausenpfiff nach einem Wallner-Freistoß das 2:2 erzielte, passte ins Bild beim munteren Wechselspiel zwischen Höhen und Tiefen.

Nach dem Wechsel sorgten die Tiroler für den ersten Kracher, doch der Distanzschuss von Satin (61.) landete auf der Querlatte. Mit zwei Wechseln - Conte kam für Martic und Gründler für Wallner - versuchte Grumser, die Weichen auf den sechsten Saisonsieg zu stellen. Dagegen stemmte sich der Aufstiegskandidat aus dem Innviertel. Stefan Nutz (76.) verzog nur knapp. Den Rieder Punkt hielt zunächst ein Tiroler fest - Kreidl fischte einen Satin-Freistoß (81.) aus dem rechten Kreuz­eck. Ein nicht geahndetes Elferfoul an Hupfauf und eine direkt verwandelte Ecke der Rieder, die zurückgepfiffen wurde, sorgten in der Schlussphase für Aufregung. Der Rieder-Siegestreffer durch Grüll in der 89. Minute traf die Schwarzgrünen wie ein Keulenschlag und sorgte für Ernüchterung im Tivoli.

Mit dem gestrigen Schlusspfiff und dem Applaus der Nordtribüne begann die Vorbereitung für zwei richtungsweisende FCW-Wochen mit dem Cupachtelfinale am Mittwoch gegen den WAC, dem Auswärtsspiel am Sonntag darauf in Lustenau und dem Heimspiel am 8. November gegen Klagenfurt.