tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 26. Oktober 2019

Gernot Gsellmann

Gut war gegen Ried zu wenig

Die dritte Heimniederlage in Folge: Wacker Innsbruck musste sich gestern im Tivoli-Stadion Titelfavorit Ried knapp und unverdient mit 2:3 geschlagen geben Weil die „Wikinger“ im Finish gnadenlos waren

Coach Thomas Grumser überraschte: Gegen den Titelfavoriten ließ er Conte und Gründler auf der Bank, den 17-jährigen Felix Köchl in der offensiven Dreierkette beginnen.

Die Hausherren begannen schwungvoll, gingen durch einen Prachtschuss von Murat Satin aus 25 Metern früh in Führung (1:0/9.). Doch die Gäste aus Oberösterreich fanden schnell zurück ins Spiel – und nützten zwei kapitale Fehler der Schwarzgrünen, um die Partie zu wenden: Wiessmeier kam nach einem Schiri-Ball (!) und einem simplen Pass zum Abschluss (1:1/27.); nach einem dummen wie unnötigen Textilvergehen von Bacher an Grüll versenkte Jefte den Elfmeter trocken zum 2:1 (42.). Als alle bereits an den Pausentee dachten, schlug Wacker zurück: Ein Freistoß von Wallner ging an Mann und Maus durch, Zaizen sagte am Fünfer Danke (2:2/45.).

Im Halbzeit-Drink muss viel Energie gewesen sein – beide Teams kamen übermotiviert aus den Kabinen, das Spiel wurde hektischer und härter, stand auf des Messers Schneide. Satin hätte seine Elf erneut in Front bringen können, doch sein Sahne-Schuss aus 18 Metern landete an der Querlatte (60.), einen Freistoß lenkte Kreidl mit einer Top-Parade über die Latte (81.). Doch die Rieder Finish-Spezialisten hatten eine passende Antwort: Grüll vollendete einen Konter zum glücklichen 3:2 (89.).