tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 28. Oktober 2019

Wolfgang Müller

Der Ried-Pleite zum Trotz Freude auf den Cupschlager

Innsbruck - Wenn sich gravierende Fehlentscheidungen im Lauf einer Saison ausgleichen, dann kann der FC Wacker entspannt in die Zukunft schauen. Denn bei der bitteren 2:3-Heimpleite gegen Ried blieb die Pfeife von Sebastian Gishamer in einer entscheidenden Situation stumm. Dabei hätte er beim Stand von 2:2 auf Elfmeter für die Tiroler entscheiden müssen. "Das verfolgt uns schon seit mehreren Spielen. Ein klares Foul", ärgerte sich Lukas Hupf­auf, der nach dem Abspiel im Sechzehner der Innviertler förmlich niedergemäht wurde. Darüber ärgerte sich auch Trainer Thomas Grumser, der in seiner Analyse so wie sein Kapitän trotz der sechsten Saisonniederlage vor dem Pokalschlager am Mittwoch gegen den WAC viel Positives sah. "Wir haben wieder alles in die Waagschale geworfen, konnten mit dem Aufstiegskandidaten mehr als nur mithalten und hätten uns zumindest einen Punkt verdient", so Hupfauf, der hofft, dass er am Mittwoch trotz Kniebeschwerden und einer lädierten Schulter auflaufen kann.

Grumser bemängelte trotz der "starken Vorstellung" seiner Mannschaft jene Momente, die den FC Wacker stetig Punkte kosten. "Wenn man schon nicht gewinnt, dann muss man nicht unbedingt verlieren", sprach der FCW-Coach speziell den Ballverlust in der 89. Minute an, der zum Siegestreffer der Wikinger führte. Das macht im Moment den Unterschied zu den Spitzenmannschaften der zweiten Liga aus. "Die nützen ihre Momente eben eiskalt aus. Das ist ein Lernprozess, aber wir sind auf einem guten Weg", meinte auch FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl.

Ried ist abgehakt - der schwarzgrüne Fokus ist auf den Pokalschlager gerichtet. "Klar sind wir krasser Außenseiter gegen den WAC, aber im Cup ist viel möglich. Und wir werden alles daransetzen, eine Runde weiterzukommen", erklärte Grumser.