tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 01. November 2019

Tobias Waidhofer

Jung, aber gut: FCW legte eine Reifeprüfung ab

Beim FC Wacker sind sich nach dem Einzug ins ÖFB-Cup-Viertelfinale in einem Punkt alle Akteure einig: Man wäre heiß auf die WSG Tirol.

Innsbruck - "Ein Derby wäre richtig geil." Nicht nur Wacker-Schlussmann Lukas Wedl wusste ganz genau, welchen Gegner er sich nach dem sensationellen 1:0-Sieg über Wolfsberg für das Viertelfinale im ÖFB-Cup (8. bzw. 9.2.) wünscht.

Bevor die Wacker-Kicker am Sonntag zur Auslosung nach Wien blicken werden, galt es aber, den Erfolg über die Kärntner zu genießen: "Ich bin überglücklich", meldete sich gestern Goldtorschütze Markus "Max" Wallner zu Wort. "Es war eine überragende Leistung der ganzen Mannschaft. Vor allem was die Defensivarbeit betrifft." Von sich selbst wollte der frischgebackene 23-Jährige - am 27. Oktober feierte er seinen Geburtstag - gar nicht viel sprechen, dabei war ihm gegen die "Eurofighter" ein Traumtor gelungen. "Für mich steht immer die Mannschaft im Mittelpunkt", will sich der Salzburger als Teamplayer verstanden wissen. Aber natürlich hat der Flügelflitzer, der in den Akademien von Red Bull und der Wiener Austria ausgebildet wurde, auch registriert, dass ihm "das wichtigste Tor" seiner bisherigen Karriere gelungen ist. Die soll übrigens irgendwann in die Österreichische Bundesliga führen. Am besten natürlich gemeinsam mit dem FC Wacker, denn der Mannschaft attestiert Wallner "viel Potenzial".

Eine Ansage, die auch Schlussmann Lukas Wedl, der mit einer tollen Parade in der 81. Minute den Sieg festhielt, sofort unterschreiben würde: "Dieses Spiel muss uns nun das Gefühl geben, dass wir jeden schlagen können", blickt der Niederösterreicher bereits wieder nach vorne. "Das muss uns Kraft geben." Und soll sich am besten schon am Sonntag (10.30 Uhr) beim Spiel in Lustenau beim Duell mit Ex-Kollege Simon Pirkl niederschlagen.

Dass am Mittwochabend nur 1736 Zuschauer - und das ist eine optimistische Schätzung - auf den Tivoli-Tribünen Zeugen der Pokalsensation wurden, scheint auf den ersten Blick enttäuschend. Der 24-Jährige Wedl sieht das anders: "Ich finde, dass die Stimmung im Stadion wieder richtig gut war. Ich kenne es aus den vergangenen Jahren auch anders." Da seien oft doppelt so viele Zuschauer gekommen, "aber die Stimmung war teilweise gegen die Mannschaft gerichtet. Jetzt herrscht eine gute Energie im Stadion."

Für einen "Lacher" sorgte auch die schwarz-grüne Social-Media-Abteilung: "Deutschebundesligaspitzenreiterbesieger-Besieger", twitterte man in Anlehnung an den Europa-League-Sieg des WAC gegen Gladbach. Es war (endlich) wieder ein schwarz-grüner Feiertag im Tivoli.