tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 08. November 2019

Wolfgang Müller

Im Tivoli-Stadion ist heute wieder Zittern angesagt

Der FC Wacker Innsbruck erwartet heute erst ab 20.15 Uhr im Schlager der zweiten Liga den noch ungeschlagenen Tabellenführer Austria Klagenfurt.

Innsbruck - "Durch die Siege gegen den WAC im Cup und zuletzt in Lustenau haben wir zusätzliches Selbstvertrauen getankt. Das merkte man auch in jeder Trainingseinheit", erklärte FCW-Mittelfeldspieler Robert Martic im Hinblick auf den heutigen Zweite-Liga-Schlager ab 20.15 Uhr gegen Austria Klagenfurt und meinte damit, dass man auch gegen den Tabellenführer Zählbares auf dem Punkte­konto verbuchen will: "Ich traue uns viel zu, denn wir werden wieder alles in die Waagschale werfen."

Auch Trainer Thomas Grumser blickt dem Tivoli-Schlager ebenso erwartungsfroh wie optimistisch entgegen: "Wenn wir wieder alles richtig machen, ist auch viel möglich. Fakt ist aber auch, dass wir Außenseiter sind, weil Klagenfurt nicht umsonst in der Tabelle ganz oben steht." Die Kärntner sind als einziges Team in der zweiten Liga nach 13 Runden noch ungeschlagen, vor allem die Auswärtsbilanz ist mit sechs Siegen und einem Remis beeindruckend. Außerdem kassierte das Team von Trainer Robert Micheu auch die wenigsten Gegentreffer in der Liga.

Wie soll der Coup gegen den Spitzenreiter gelingen? "Ähnlich gut arbeiten wie gegen den WAC. Die Balance zwischen hoch verteidigen und den eigenen Strafraum zur Sperrzone erklären, muss passen", so Grumser, der heute bis auf den gesperrten Raphael Galle sowie Sunday Faleye (abgestellt zum U23-Team Nigerias) personell die Qual der Wahl hat. Viel wird sich gegenüber dem 3:2-Sieg in Lustenau nicht ändern. An vorderster Front soll wieder der 20-jährige Japaner Atsush­i Zaizen, der in den letzten drei Ligaspielen vier Tore erzielte, als "Falsche 9" wirbeln und seine Serie auch gegen Austria-­Goalie Zan Pelk­o fortsetzen.

Bleibt die Frage, warum im kalten November die Anstoßzeit von 19.10 Uhr auf 20.15 Uhr verlegt werden musste: weil das Spiel auf ORF Sport Plus direkt übertragen wird, auf dem Sportsender zuvor das ÖFB-Damen-Länderspiel läuft. Also ist heute im Tivoli aufgrund der brisanten Paarung und der späten Anstoßzeit Zittern angesagt.