tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 09. November 2019

Wolfgang Müller

Im Schlafmodus bei Klagenfurter Standards

Die junge Wacker-Mannschaft zahlte gestern vor 1550 Zuschauern gegen Tabellenführer Austria Klagenfurt bitteres Lehrgeld in der zweiten Liga.

Innsbruck - Der FC Wacker bezog gestern vor 1550 enttäuschten Fans die bereits vierte Heimniederlage in Folge. Nach dem 0:3 gegen Lafnitz, dem 1:2 gegen Kapfenberg sowie dem 2:3 gegen Ried folgte gestern eine bittere 2:4-Pleite gegen Austria Klagenfurt. Die Kärntner bleiben damit in der zweiten Liga weiter ungeschlagen und verteidigten die Tabellenführung vor der SV Ried. Die Tiroler zahlten mit ihrer Schwäche bei Standards einmal mehr Lehrgeld und sitzen im Mittelfeld der Tabelle fest.

Zwei Standards, zwei Gegentore, daher marschierten die Kärntner mit einer 2:1-Führung nach 45 Minuten relativ zufrieden in die Kabine. Das Dilemma begann schon in der dritten Minute, als eine Freistoßflanke von Florian Jaritz direkt im Wacker-Tor landete. Stefan Meusburger verfehlte den Ball, Goalie Lukas Wedl griff daneben und der Tabellenführer machte das, was er bislang in dieser Herbstsaison am liebsten tut - Jubeln in der Fremde. Ein Auftakt so gar nicht nach dem Geschmack der Tiroler, die den frühen Rückstand erst einmal verdauen mussten. Acht Minuten später wurde im Tivoli gejubelt. Markus Wallner erzielte den Ausgleich, dem aber eine klare Abseitsposition von Atsushi Zaizen voranging. Allen verständlichen Kärntner Reklamationen zum Trotz war der Schlager wieder offen. Die Hausherren übernahmen in der Folge das Kommando. Was fehlte, war die Präzision im Abschluss, aber auch im Spielaufbau.

Es folgte der zweite Klagenfurter Standard und somit auch gleich die 2:1-Führung. Nach einem Eckball von Okan Aydin verwertete der aufgerückte Polydoros Gkezos (33.) mit einem wuchtigen Kopfball. Robert Martic glänzte nur in der Zuschauerrolle, Alex Joppich streckte sich auf der Linie vergeblich.

Nach dem Wechsel drückten die Tiroler gleich vehement auf den Ausgleich. Zaizen (47.) verzog knapp, Joppich (48.) testete Goalie Zan Pelko und dann zeigte SR Lukas Gnam nach einer Handabwehr von Ivan Saravanja auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß verwerte Satin (51.) eiskalt zum 2:2.

Dass am Ende die knapp 100 mitgereisten Austria-Fans bei frostigen Temperaturen Grund zum Jubeln hatten, lag daran, dass der FC Wacker bei einer weiteren Standardsituation erneut in den Schlafmodus verfiel. Markus Rusek (77.) nickte nach einem Aydin-Eckball völlig freistehend ein. Peter Zubak besorgte in der 85. Minute den 2:4-Endstand.