tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 28. Juli 2020

Peter Leitner, Jörg Mülleder

Von zu viel Zeit bis zu Vorbereitungsstress


Gleich sieben Regionalliga-Trainer feiern zum Start am kommenden Wochenende auch ihre Pflichtspiel-Premiere mit ihren neuen Klubs
M anche kamen bereits im Winter, andere erst vor wenigen Wochen. Aber für alle sieben neuen Regionalliga-Tirol-Trainer ist der Liga-Start das erste Pflichtspiel!

SC Imst: „Die Vorbereitungszeit war wirklich unfassbar lang“, grinst der neue Imst-Trainer Herbert Ramsbacher. Er war bereits im November für den geschassten Sladjan Pejic als Nachfolger präsentiert worden. Zog dann eine intensive Wintervorbereitung durch. Ehe es hieß: „Nichts geht mehr!“ In der Folge blieb dann weitere Zeit, um das neue „Ramsi-System“ einzustudieren, dass viel Ballbesitz und aggressives Pressing vorsieht.

SV Telfs: Kapitän Daniel Osl übernahm im Winter kurzfristig den Trainerjob vom überraschend zurück getretenen Stefan Höller. „Bisher bin ich aber nur Vorbereitungscoach“, scherzt „Osi“ über die durch den Lockdown verursachte monatelange Trainingszeit. „Jetzt sind wir froh, dass diese schwierige Zeit vorbei ist. Und hoffen, dass sie auch vorbei ist“, sagt der Neo-Trainer. Der seinen Abschied als Spieler mit ein paar Spielminuten im Derby gegen Imst feiern will.

FC Wacker Amateure: Der Slowake Richard Slezak wurde im Winter als neuer Amateure-Coach geholt – und hat sein Team bisher nur vorbereitet. „Corona war nicht gut für den Fußball“, sagte der Trainer, der mit 19,1 Jahren im Schnitt eine sehr junge Mannschaft in die Meisterschaft führt. „Wir werden noch ein bisschen Zeit brauchen“, weiß Slezak.

SV Hall: Mustafa Ayhan übernahm den Trainerposten von seinem Freund Akif Güclü. „Ich hab’ nicht lange überlegen müssen“, meinte er. Sein Vorteil: Mit einigen „Löwen“ hat er noch selbst gespielt und kennt die Mannschaft sehr gut. Aber er weiß, dass es schwierig wird: Hall verlor sechs Stammspieler und nun Philipp Prudlo mit Kreuzbandriss.

SC Schwaz: Mitte April übernahm Georg Saringer das Zepter in Schwaz. Anfang Juni ging’s mit dem Training los. „Ich bin immer von einem Meisterschaftsstart Anfang August ausgegangen. Und hab’ damit recht behalten“, sagt „Gogo“: „Wir fühlen uns für die Punktejagd gut gerüstet.“

FC Kitzbühel: Für Bernhard Hanser war die Corona-Vorbereitung kein Vorteil, er hätte die Mannschaft lieber bei Spielen gesehen. „Ich habe gedacht, dass wir zwei, drei Wochen länger Zeit haben bis es losgeht. Ich wollte eigentlich noch einmal freigeben ... “, war der Osttiroler überrascht vom frühen Start.

FC Kufstein: Für Wolfgang Schellenberg war die Vorbereitung überhaupt schwierig. „Ich bin ja erst vor vier Wochen zum Verein gekommen, musste die Mannschaft erst einmal kennenlernen“, erklärte der Bayer, dem die Vorbereitung zu kurz war. Deswegen testen die Kufsteiner heute (18.30) noch gegen Fügen. „Aber es passt gut, alle ziehen an einem Strang“, sagte er.