tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 31. Juli 2020

Wolfgang Müller

FC Wacker ist heiß auf das Finale in Klagenfurt

Von wegen nicht motiviert - die Schwarzgrünen mobilisieren für den heutigen Aufstiegsthriller in der zweiten Liga noch einmal alle Kräfte.

Innsbruck - "Schwachsinn", entgegnet Thomas Grumser Gerüchten aus dem Rieder Umfeld, dass seine Jungs heute gegen Austria Klagenfurt nicht mehr voll motiviert sein könnten. Im Aufstiegsthriller der zweiten Liga liegen die Nerven blank, weil bei den punktegleichen Konkurrenten Ried und Klagenfurt jedes im Finale erzielte Tor zählen kann. "Wir müssen einfach schauen, dass wir einen Kantersieg landen. Den werden wir brauchen, denn von einem Sieg von Ried muss man ausgehen", schilderte Klagenfurt-Trainer Robert Micheu die Lage realistisch.

Damit kommt postwendend wieder der FC Wacker Innsbruck ins Aufstiegsspiel. Denn die Tiroler sind nicht gewillt, im letzten Saisonspiel kampflos Punkte abzugeben und Tore zu kassieren. Im Gegenteil: Die Schwarzgrünen sind heiß auf das Finale in Klagenfurt. Und eine heiße Angelegenheit wird das Saisonfinale allemal. Satte 31 Grad sind heute mit Spielbeginn ab 20.30 Uhr im Wörthersee-Stadion angesagt. Einen heißen Tanz verspricht auch Ried-Coach Gerald Baumgartner den Kärntnern: "Wenn Innsbruck ähnlich spielt wie gegen uns, wird es verdammt schwer für Klagenfurt, überhaupt Punkte zu machen."

Dass ein Rieder Heimsieg gegen Tabellen-Nachzügler FAC kein Selbstläufer wird, verspricht Floridsdorf-Trainer Aleksandar Gitsov: "Wir werden alles dafür tun, dass sich Ried den möglichen Meistertitel hart erkämpfen muss. Denn wir fahren nicht nach Oberösterreich, um nur an der Meisterfeier teilzunehmen."

Das hat sich auch der FC Wacker für die Dienstreise in die Wörthersee-Arena vorgenommen. "Wir werden noch einmal alles mobilisieren", verspricht Grumser, der sein letztes Spiel als Wacker-Chefcoach bestreitet. Was danach kommt, steht noch in den Sternen. "Der FC Wacker bleibt mein erster Ansprechpartner. Es gibt aber auch andere interessante Angebote."

Für Wacker-Verteidiger Raffael Behounek ist nach dem Schlusspfiff in Klagenfurt auch Schluss beim FC Wacker. "Eine ereignisreiche und schöne Zeit. Schade, dass es vorbei ist", erklärte der 23-jährige Defensivspieler, der hofft, dass er in Zukunft bei einem Bundesliga­klub unterschreibt. Mit Blick auf den Aufstiegsthriller der zweiten Liga meint Behounek trocken: "Mir ist es letztlich egal, ob Ried oder Klagenfurt aufsteigt. Ich mag beide nicht." An die hochdramatische 3:4-Niederlage im Innviertel hat der Wiener ohnehin schlechte Erinnerungen: "Funktionäre und Betreuer haben sich aufgeführt wie im Zoo. Das war einfach nur letztklassig und niveaulos."