tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 01. August 2020

lex, t.w.

Nach Torreigen heißt Meister Ried

Mit einem 9:0-Schützenfest über den FAC löste die SV Ried den Aufstieg in die Bundesliga. Austria Klagenfurt half der 6:1-Kantersieg über den FC Wacker Innsbruck am letzten Spieltag nicht mehr weiter.

Klagenfurt, Ried - Die Ausgangsposition mit einem punktegleichen Spitzenduo, das nur durch ein einziges Tor Differenz getrennt war, ließ vor dem letzten Spieltag der 2. Liga auf Hochspannung schließen. Nach nur elf Minuten war die Luft im Titelkampf aber vor allem für Austria Klagenfurt im Match gegen den FC Wacker schon so gut wie raus: Denn der SV Ried spazierte im Parallelspiel nach einem Wießmeier-Doppelpack (4., 6.) und verwandelten Grüll-Elfmeter (11.) zu einer komfortablen 3:0-Führung gegen den FAC. Und zu diesem Zeitpunkt hätte Klagenfurt dann schön fünf Treffer gebraucht.

Den ersten Warnschuss im Wörthersee-Stadion gab seitens des FC Wacker der agile Murat Satin ab, Klagenfurt-Goalie Pelko parierte wie ein Handball-Keeper per Fuß (10.). Bei einem Pecirep-Kopfball verschätzte sich zwar Wacker-Keeper David Stemmer, die Kugel verfehlte aber ebenso das Ziel (12.) wie bei einem satten Weitschuss des Austria-Angreifers wenig später (15.). Die junge schwarzgrüne Elf zeigte in der Fremde indes zum Saisonabschluss einmal mehr, mit wie viel System und Spielfreude die Kugel läuft. Und zum Leidwesen der Kärntner legte Ried das 4:0 (Gschweidl/20.) drauf. Die Aufstiegs-Party bei den Wikingern nahm ihren Lauf - denn während ein Pecirep-Treffer (32.) wegen Abseits gegen den FCW zurecht nicht anerkannt wurde, traf Wießmeier in Ried zum 5:0 (32.). Das 1:0 (43.) durch den eingewechselten Florian Jaritz stellte für Klagenfurt zur Pause zumindest wieder die Punktegleichheit her.

Nachdem Wacker nach Wiederanpfiff durch Raffael Behounek eine Top-Ausgleichschance vergab, glückte Markoutz das 2:0 für die Klagenfurter. Die Kärntner stürmten in der Folge mit Mann und Maus, was den Schwarzgrünen den Weg zum Anschlusstreffer durch Atsushi Zaizen (1:2/60.) ebnete. Danach stürmte der "Post-Corona-Meister" zwar auf 6:1 davon, Ried legte gegen einen inferioren FAC aber vier weitere Treffer zu einem historischen 9:0 Sieg nach und konnte zur Titelparty schreiten.

Dem FC Wacker blieb im letzten Match von Coach Thommy Grumser ein respektables Saisonende verwehrt. Oft so wie auch gestern wurde zwar schön, aber nicht effizient gespielt.