tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 10. September 2020

Gernot Gsellmann

Schwarz-Grün lässt der Aydin-Deal völlig kalt


Im Titel-Duell der Hamburger Investoren auf rot-weiß-rotem Boden musste Austria Klagenfurt drei Tage vor der Saison-Eröffnung zumindest einen kleinen Rückschlag hinnehmen: Regisseur Okan Aydin wechselt nach China! Was in Innsbruck – zumindest offiziell – nicht mehr als wahrgenommen wurde. „Das darf uns einfach nicht tangieren“, stellt Sportboss Hörtnagl klar.

Coach Daniel Bierofka spulte gestern 1000 Kilometer ab. Innsbruck – Wien, danach bei „Laola1“ der Eröffnungs-Presse-Termin 2020/21, danach zurück nach Tirol! Und wer den Bayer kennt, weiß: Er wäre lieber am Trainingsplatz mit seinem Team gestanden! „Aber die Vorbereitung auf Freitag läuft super. Wir kamen bisher exzellent durch.“

Keine neuen Verletzten, die sich zu Stefan Meusburger (geht es nach der Rücken-OP den Umständen entsprechend gut) und Rami Tekir (benötigt nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit) dazu gesellen müssen. „Die Freude über den Start ist daher schon da. Und wird noch größer werden“, gesteht Bierofka.
Dagegen ist beim großen Konkurrenten die Euphorie vermutlich für kurze Zeit in den Keller gerasselt: Denn Okan Aydin, mit zwölf Toren und ebensovielen Assists die zentrale Anspielstation im violetten Mittelfeld, wechselte am Dienstag Abend überraschend zum chinesischen Zweitligisten Jiangxi Liansheng! Der einzige aus dem Klagenfurter Verein, der sich die Hände reiben konnte, war der Kassier – denn aus dem Reich der Mitte wird eine Ablöse kommen.

Alles beim Alten

Der Transfer beschäftigt Schwarz-Grün nur sekundär. „Weil ich davon ausgehe, dass Klagenfurt am Markt nochmals tätig wird“, ist sich Alfred Hörtnagl sicher. „Außerdem hat die Austria schon einen extrem guten und breiten Kader. Sie können den Ausfall auffangen.“
Eines ist jedoch sicher: Die Chancen von Wacker Innsbruck sind durch den Aydin-Deal zumindest nicht kleiner geworden ...