tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 11. September 2020

Alex Gruber

In der Wacker-Brust soll das Löwenherz schlagen

Unter dem neuen Cheftrainer Daniel Bierofka will der FC Wacker heute (18.30 Uhr) einen erfolgreichen Saisonauftakt in Kapfenberg bestreiten.

Innsbruck - Die Stimmung im Lager des FC Wacker Innsbruck war vor der gestrigen Abfahrt in die Steiermark durchaus bärig. Und bärtig marschierte Daniel Bierofka auf. Jener neue Mann auf der schwarz-grünen Kommandobrücke, der das Herz eines Münchner Löwen trägt: "Man muss immer daran glauben und dranbleiben", lautet einer seiner Glaubenssätze. Sein neues Team soll die DNA der Vorsaison "Niemals aufgeben" beibehalten. Und dennoch: "Wir müssen öfter selbst in Führung gehen, damit die Gegner hinterherlaufen und sich für uns mehr Räume öffnen."

Der 41-jährige Münchner hat schon gegen Ende der letzten Saison genug Zweitliga-Spiele gesehen, sich ein Bild gemacht und seine Sinne geschärft. Und genauso wie Alfred Hörtnagl, der Geschäftsführer Sport, lässt auch er die Favoritenrolle bei Austria Klagenfurt liegen: "Sie hatten letzte Saison elf Punkte Vorsprung auf den Dritten, haben sich verstärkt und können sich zu Recht als Favoriten sehen. Wir wollen in einen Prozess gehen und auf dem Guten der letzten Saison aufbauen. In den beiden Strafräumen müssen wir noch konsequenter agieren", führt Bierofka aus. Und für all jene, die schon in dieser Saison vom Titel, Aufstieg und der Rückkehr in die Bundesliga träumen, hält er fest: "Wir wollen uns Klagenfurt annähern. Und wenn wir bereit sind anzugreifen, werden wir das offen kommunizieren."

Bierofka spricht hemdsärmelig eine klare Sprache, fühlt sich in Tirol ("Ich wurde sehr gut aufgenommen") mit der Mannschaft pudelwohl: "Wir haben keine Diven, alle ziehen mit." Dafür zeichnet laut Bierofka auch der alte und gleichzeitig neue Kapitän Lukas Hupfauf (neuer Stellvertreter ist Flo Jamnig) verantwortlich, der als schwarz-grüne Identifikationsfigur über die Herde wacht: "Er schaut sehr sorgfältig darauf, dass alle richtig arbeiten. So gesehen ist mir die Wahl nicht schwergefallen", betont Bierofka. Das neue Gesicht des FCW freut auch den "Hupfi": Wir sind ein guter Haufen mit neuen Typen, die sich alle sehr gut eingefügt haben." Und die DNA, immer siegen zu wollen, soll heute in Kapfenberg von der ersten Sekunde an spürbar sein. Damit es bezüglich Bierofka erstmals im Liga-Alltag heißt: "Gut gebrüllt, Löwe."