tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 15. September 2020

floh

Zwei Klubs, ein Covid-Konzept

WSG Tirol und FC Wacker arbeiteten bei Zuschauer-Einschränkungen zusammen.

Innsbruck - Zwei Erzrivalen, ein Heimstadion. Am kommenden Wochenende bestreiten sowohl der FC Wacker Innsbruck (Freitag, 18.30 Uhr/FAC) als auch die WSG Swarovski Tirol (Samstag, 17 Uhr/LASK) in Innsbruck ihre ersten Bundesliga-Heimrunden. An sich nicht ungewöhnlich, aber angesichts der jüngst ausgegebenen Corona-Maßnahmen doch eine Herausforderung für beide Vereine. "Der Amtsarzt wollte nur ein Konzept fürs Tivoli, das macht Sinn. Wir arbeiteten bei diesem Thema eng zusammen", meinte dazu Wacker-Vorstand Felix Kozubek. Waren es zuletzt noch 4000 Zuschauer, die man hätte begrüßen dürfen, so bleiben angesichts der Regierungsvorgaben nunmehr 3000. Damit nicht genug: Eine laufende Reinigung der Sanitäranlagen muss gewährleistet sein, bei den Eingängen muss jeweils ein Drehkreuz frei bleiben. Tagestickets sind nur noch im Vorverkauf (u. a. Wacker-Laden) oder online erhältlich. In einer Arbeitsgruppe mit den Fans suchten die Wacker-Verantwortlichen nach der besten Lösung, geöffnet bleiben künftig die Ost- und die Südtribüne. Die allerdings trägt den Namen "Nordblick", die vom Fan-Kern bevorzugte "Nord" bleibt als Fan-Tribüne frei. Im West-Sektor sind Medienvertreter und VIP-Gäste vorgesehen.

Ähnlich verhält es sich mit Erstligist WSG Tirol: Nur die Ost- und die Westtribüne sind für Zuschauer zugänglich, der Rest bleibt den Vorgaben entsprechend geschlossen. Noch in der vergangenen Bundesliga-Runde sah die Fußball-Welt in Österreich anders aus (u. a. 10.000 bei Rapid). Und keiner will sich vorstellen, dass die Corona-Ampel auf "Orange" schaltet: "Nur 500 Zuschauer dürften ins Stadion, das wäre verheerend", meinte Vorstandsmitglied Felix Kozubek. Die Zahl habe man allein schon mit Abos erreicht.