tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 30. September 2020

Wolfgang Müller

FC Wacker starb den Chancen-Tod

Nach der Nullnummer gegen Lustenau setzte es gestern Pfiffe für den FC Wacker von den enttäuschten Fans.

Innsbruck - Während die Rollläden in den Tivoli-Standln wegen der Sperrstunden-Verordnung schon heruntergelassen waren, der VIP-Klub dichtgemacht wurde, kämpfte der FC Wacker auf dem Rasen noch verzweifelt um den ersten Heimsieg. Trotz zahlreicher Möglichkeiten blieb es gegen Austria Lustenau vor knapp 1200 Zuschauern bei einer enttäuschenden Nullnummer.

Die Anfangsphase gehörte ganz den Gästen, die offensiv überraschten und durch einen Wallace-Kopfball nahe am Führungstreffer waren. Erst ab Minute 15 bekamen die Schwarzgrünen in den Griff. Nach Zuspiel von Fabio Viteritti hatte es Ronivaldo (19.) am Fuß, die Tivoli-Torblockade zu lösen, doch Domenik Schierl behielt die Nerven, blieb lange stehen und verhinderte die FCW-Führung. Auch mit einem Weitschuss von Thomas Kofler (33.) war der Lustenau-Goalie nicht zu bezwingen.

Zum Chancen-Tod kam auch noch Verletzungspech: Nach einer halben Stunde verabschiedete sich FCW-Abwehrchef Markus Wostry in die Kabine. Der 18-jährige Felix Köchl kam ins Spiel, Kapitän Lukas Hupfauf rückte ins Abwehrzentrum.

Was immer Daniel Bierofka seinen Kickern nach der Nullnummer in der Pause verbal mit auf den Weg in Halbzeit zwei gegeben hatte - es schien angekommen. Schwarzgrün war klar am Drücker. Zunächst scheiterte Alex Gründler zweimal an Schierl (47., 59.), dann musste Pius Grabher (64.) mit Gelb-Rot in die Kabine. Ronivaldo versemmelte (68., 79.), das erlösende Tor wollte einfach nicht fallen. Flo Jamnig (89.) vergab auch noch den Matchball. "Den muss ich machen", ärgerte sich der Mieminger nach dem Schlusspfiff. Damit blieb der FC Wacker im dritten Spiel in Folge ohne Torerfolg und hinkt in der Tabelle hinterher. "Die Leistung war in Ordnung, die Chancenvertung war das Manko", ärgerte sich FCW-Coach Bierofka.