tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 30. September 2020

Gernot Gsellmann

Ein Remis zum Haare raufen

> Zum dritten Mal in Folge blieb Wacker Innsbruck torlos – obwohl die Tiroler gegen die Austria aus Lustenau Chancen en masse vorfanden > Mit dem 0:0-Remis verliert die Bierofka-Truppe weiter an Boden

Plötzlich stand er da, völlig frei vor Goalie Schierl, nach einer herrlichen Kombination über Gründler und Viteritti. Doch Ronivaldo scheiterte an seinem Ex-Kollegen im Lustenauer Kasten.

Ab diesem Zeitpunkt (19.) übernahm Wacker nach anfänglichen Startschwierigkeiten klar das Kommando im Westderby. Was aber fehlte, war vorerst der letzte entscheidende Pass in die Gefahrenzone. Oder der Zwei-Meter-Riese Cissokho konnte mit dem Kopf (wie gegen Ronivaldo) in höchster Not klären.

Die Schwarz-Grünen machten dort weiter, wo sie vor der Pause aufhörten: Mit viel Druck. Zum wiederholten Male stand Schierl im Mittelpunkt: Einen Viteritti-Schuss wehrte er zur Ecke ab (49.), einen Versuch von Gründler kratzte er von der Linie (52.). Die Gäste aus dem Ländle versuchten mit Härte entgegen zu halten – was völlig zurecht in der Gelb-Roten Karte für Grabher mündete (64.).

Gegen die Mauer

Klar, dass Lustenau in Folge nur noch mit neun Mann hinten stand. Trotzdem: Ronivaldo hatte den Matchball am Fuß, schoss aber in die Wolken (67.). Wie in der Schlussphase Jamnig – der Heimkehrer scheiterte erneut an Schierl (88.).