tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 02. Oktober 2020

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In Amstetten muss es vorne klingeln

Innsbruck - Wenn man oben (fest) draufhaut, kommt unten nicht zwangsläufig mehr raus. Deswegen übt sich Wacker-Cheftrainer Daniel Bierofka nach drei torlosen Offensiv-Partien auch in gebotener Ruhe: "Wir haben eine junge Mannschaft und die braucht Vertrauen." Dass man heute (20.25 Uhr/live ORF Sport+) in Amstetten wieder "ein Spiel gewinnen" müsse, sei klar.

Man(n) darf aber nicht darauf vergessen, dass zwischen dem 33-jährigen Torhüter Marco Knaller ("Ich versuche der Mannschaft mit meiner Ruhe Stabilität zu geben") und dem 31-jährigen Torjäger Ronivaldo nach wie vor äußerst viele in der Startelf den FCW-Dress tragen, die knapp unter 20 (z. B. Felix Köchl) oder knapp über 20 (Conte, Gallé, Kofler, Zaizen, Grujcic) sind. Bis auf das fehlende Goldtor war das 0:0 gegen Lustenau eine großteils reife Leistung.

Es braucht, wie man im Hockey sagt, ein "ugly goal" - ein dreckiges Tor. "Dann wird der Knoten platzen", glaubt Bierofka, der in der Spielanlage mittlerweile eine gewisse Flexibilität erkennt. Es gilt bei allem Druck und eigenem Anspruch, ganz vorne mitzumischen, dennoch locker zu bleiben. Deswegen wird aus Knaller auch kein ausflippender Kahn werden. Die Null, die bei der bislang besten Defensive der Liga schon dreimal in dieser Saison stand - Knaller: "Schön für einen Goalie, aber das Verdienst der ganzen Mannschaft" -, soll auch heute stehen. Und vorne muss das Runde endlich wieder ins Eckige.

Auf Sponsorebene wird UNIQA Tirol für zwei Jahre neuer Premiumpartner des FC Wacker Innsbruck.