tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 18. Oktober 2020

Wolfgang Müller

Ein Elfer löste den Knoten

Mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen Stripfing qualifizierte sich der FC Wacker gestern für das Cup-Achtelfinale.

Innsbruck - Knapp 600 Zuschauer mussten gestern im Tivolistadion lange warten, bis der Pokal-Aufstieg gegen den beherzt kämpfenden Regionalligaklub aus Niederösterreich feststand. Es brauchte einen Hand­elfmeter in der 87. Minute, den Flo Jamnig gegen Stripfings starken Goalie Matthias Sadilek staubtrocken verwandelte. Letztlich war der Sieg der Schwarzgrünen mehr als verdient, aber das Nervenkostüm von Fans und Trainerteam wurde von den Kickern auf dem Rasen arg strapaziert.

Nach zu verhaltener erster Halbzeit mit einer Dreifachchance (Gründler, Jamnig, Ronivaldo) knapp vor dem Pausenpfiff wurde der Strafraum der Gäste mit Wiederanpfiff förmlich belagert. "Es war wie verhext, aber letztlich nur eine Frage der Zeit, bis ein Tor fällt", bilanzierte Trainer Daniel Bierofka nach dem Schlusspfiff ebenso entspannt wie erleichtert. Der FCW-Coach nominierte wie angekündigt die stärkste Elf, musste aber nach einer halben Stunde Fabio Viteritti ersetzen, der sich mit Magenproblemen direkt in die Kabine verabschiedete.

"In der zweiten Halbzeit waren wir dann richtig zwingend und ließen auch nicht locker", meinte FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl nach dem Kraftakt gegen Stripfing.

Der FC Wacker schien wie zuletzt auch in der Meisterschaft einmal mehr den Chancentod zu sterben. Wieder war auch Torjäger Ronivaldo am Verzweifeln, denn der Ball wollte einfach nicht in den Kasten der Gäste. Als dann auch noch Darijo Grujcic mit einem Freistoß vom Sechzehner nur die Querlatte traf (85.), roch es im Tivoli schon verdächtig nach Verlängerung. Dann wehrte Masse Scherzadeh eine Ronivaldo-Hereingabe mit der Hand im Strafraum ab und den fälligen Strafstoß nützte Jamnig zum Aufstieg. "Ich hoffe, dass damit der leidige Knoten gelöst ist", freute sich Alex Gründler, dem trotz einiger Chancen ein Torjubel verwehrt blieb. Zum Abschluss des Pokalspieles sah Bierofka trotz des knappen Erfolges durchaus Positives: "Wir spielten viele Chancen heraus und ließen hinten praktisch nichts anbrennen."