tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 18. Oktober 2020

Gernot Gsellmann

Arbeitssieg nach Schwerstarbeit

> Erst ein Elfmetertor von Flo Jamnig in der 87. Minute erlöste Wacker > Bierofka-Truppe schlug gestern Stripfing am Tivoli vor 600 Fans 1:0 > Wacker steht damit als erster Tirol-Klub im ÖFB-Cup-Achtelfinale

Die erste Halbzeit – über die musste man den Mantel des Schweigens legen. Erst in der 44. (!) Minute hatten die Schwarz-Grünen gegen den Regionalligisten eine ernsthafte Tormöglichkeit – die gleich in dreifacher Ausführung: Zuerst scheiterte Gründler am Stripfinger Goalie, dann Jamnig aus kurzer Distanz, den Abpraller zirkelte Ronivaldo aufs niederösterreichische Gehäuse, aber Grozdic klärte per Kopf auf der Linie.

Doch nach der Pause zeigte Wacker ein anderes Gesicht: Ein Angriff nach dem anderen rollte auf die Gäste zu. Nur die Abschlussschwäche war eklatant. Eine butterweiche Flanke von Zaizen setzte Ronivaldo übers Tor (62.), Jamnig fand im Fallen seinen Meister in Sadilek (65.), der auch einen Schuss von Gründler über die Latte lenkte (69.). Pech hatte Grujcic, dessen Freistoß von der Strafraumgrenze an die Latte klatschte (85.).

Erlösung durch Jamnig

Als alle im Stadion mit einer Verlängerung rechneten, schlug Wacker doch noch zu: Ronivaldos Flanke wehrte Scherzadeh mit der Hand ab, Jamnig blieb vom Elferpunkt eiskalt (1:0/87.). „Zuerst agierten wir mutlos“, analysierte Coach Bierofka, „aber danach war’s nur eine Frage der Zeit, bis wir treffen.“