tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 04. November 2020

Georg Fraisl

Viele leere Kilometer

> Wacker Innsbruck hatte sich sehr auf das Cup-Duell mit Sturm Graz gefreut, der Mannschaftsbus musste aber kurz vor dem Ziel umkehren > Trainer Daniel Bierofka fand aber verständnisvolle Worte für Absage

Die Nachricht kam kurz vor Graz: Staunend erfuhr die Mannschaft von Wacker Innsbruck, dass das für heute geplante ÖFB-Cup-Achtelfinalspiel bei Sturm Opfer des Attentäters in der Wiener Innenstadt geworden ist. Der ÖFB folgte der Empfehlung der Bundesregierung und sagte aufgrund der Staatstrauer alle für Dienstag und Mittwoch angesetzten Pokal-Begegnungen ab.

Der Wacker-Bus verließ die Autobahn und machte kehrt. Es ging wieder heim. Der wahrscheinlich seltsamste „Betriebsausflug“ der Schwarzgrünen in der Vereinsgeschichte, 760 leere Kilometer im Bus ...

Trainer Daniel Bierofka fand freilich verständnisvolle Worte: „Mit Bestürzung haben wir die Ereignisse von Wien wahrgenommen und können aus diesem Grund die Spielabsage nachvollziehen. Die Kurzfristigkeit ist natürlich nicht ideal, aber da gilt es nun einfach Solidarität walten zu lassen.“

Sonntag gegen Violets

Statt heute um den Einzug ins Viertelfinale zu kämpfen beginnt Wacker nun die Vorbereitung des Heimspiels gegen Young Violets, das ja wegen der Cup-Begegnung auf Sonntag Mittag (12.30) verschoben wurde. Mit einem Sieg im Duell mit dem Tabellenschlusslicht können die Tiroler erneut Terrain auf die Tabellenspitze der Zweiten Liga gut machen. Lafnitz, Klagenfurt und Linz stehen vor Auswärtshürden. Leader Liefering empfängt Amstetten, die Bullen-Truppe hat aber kein Aufstiegsrecht.