tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 31. Dezember 2020

Wolfgang Müller

Wacker-Vertrag zum Geburtstag

Lukas Fridrikas kommt vom Ligakonkurrenten FC Dornbirn zum Tiroler Traditionsclub.

Innsbruck - Nach 13 Runden überwintert der FC Wacker zwar nur als Tabellensechster, aber im Aufstiegskampf der zweiten Liga sind die Tiroler noch voll im Rennen. "Aufgeben kommt nicht in Frage, ganz im Gegenteil", verabschiedete sich Trainer Daniel Bierofka in die Paus­e. Einmal Löwe, immer Löw­e - die 1860-Ikone will mit Schwarzgrün im Frühjahr voll angreifen. Wie von Wacker-Sportchef Alfred Hörtnagl angekündigt mit einem veränderten Kader: Nachdem sich Elvin Ibrisimovic zum FC Vaduz in die Schweizer Erstklassigkeit verabschiedete, soll Lukas Fridrikas für Schwung in der FCW-Offensive sorgen. An seinem 23. Geburtstag unterzeichnete der Stürmer gestern einen Vertrag bis Sommer 2024 beim FC Wacker. Über die Ablösemodalitäten wurde mit dem FC Dornbirn Stillschweigen vereinbart. Heißt im Klartext, dass eine Ablöse von Innsbruck über den Arlberg wandert.

"Er hat in den letzten eineinhalb Jahren mit seinen Toren und Assists seine Qualitäten in der zweiten Liga unter Beweis gestellt. Lukas ist in der Offensive variabel einsetzbar, kann sowohl im Sturmzentrum, am Flügel, als auch im zentral offensiven Mittelfeld spielen und wird mit dieser Vielseitigkeit unseren Kader verstärken", freut sich Hörtnagl über den Neuzugang. Fridrikas sieht den Wechsel nach Tirol "als perfekten nächsten Karriere­schritt" und will mit den Tirolern baldigst in der Bundesliga spielen. Sechs Treffer erzielte der FCW-Neuzugang, der in der Salzburger Bullen-Akademie ausgebildet wurde, im Herbst für die Dornbirner. Die Sportgene wurden ihm schon in die Wiege gelegt. Papa Robertas war ebenfalls Fußballprofi und kickte mehrere Jahre für die Wiener Austria, Mama Ausra wurde 1999 zur weltbesten Handballerin gekürt. Wie aus Vorarlberg zu vernehmen war, soll auch Wackers Aufstiegskonkurrent aus Kärnten um den Stürmer gebuhlt haben.

Apropos Klagenfurt: Die Kärntner holten leihweise den 21-jährigen Tormann Lennart Moser vom deutschen Bundesligisten Union Berlin.