tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 07. Januar 2021

Georg Fraisl

Die Hamburger wollen nach oben

Ernst Happel kannte da keine Gnade. Wenn die Abfahrt mit 10 Uhr angesetzt war, fuhr der Mannschaftsbus um genau diese Zeit ab. Egal, wie der hieß, der da noch nicht da war.


Ali Hörtnagl hat das miterlebt. Pünktlichkeit ist eben der Anfang aller Disziplin in einer Profi-Truppe.
Karim Conte hat dieses Prinzip mit Füßen getreten. Und bekam die Rechnung präsentiert. Wacker setzte ihn vor die Tür, baute sich selbst den Motor aus. Ging nicht anders.


Allerdings besteht die Möglichkeit, dass dieser Paukenschlag beiden Seiten ja gar nicht so unrecht ist. Der Verein hat sich schließlich mit Anel Hadzic schon einen (routinierten) Ersatz besorgt – und Conte möchte sich wohl anderweitig weiterentwickeln. Sein Vertrag in Innsbruck läuft bis Sommer, Wacker wäre an einem Wechsel möglicherweise nicht uninteressiert. Disharmonie endet in Harmonie. Überraschend? Nicht wirklich, so ist sie, die Profi-Welt.


So wie aufgerüstet wird, sobald Geld da ist. Und das tut der Innsbrucker Zweitligist. Dank der Millionen des Hamburger Investors Matthias Siems. Nun steht sogar noch der Ex-Klagenfurter Okan Aydin (26) auf dem Zettel. Nebst anderen Ideen für die Wacker-Offensive.


Logisch zudem, was all die Engagements bringen sollen: Die Rückkehr in die Bundesliga. As soon as possible – so schnell wie möglich. Auch wenn Hörtnagl sagt: „Klagenfurt bleibt Favorit.“ Profi halt.