tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 22. März 2021

Wolfgang Müller

Nervenflattern kam wieder in Überzahl

Mit dem gestrigen 2:1-Auswärtserfolg in Lustenau verbesserte sich der FC Wacker auf den fünften Platz.

Lustenau - 75 Minuten trat der FC Wacker gestern in Lustenau wie ein abgebrühter Aufstiegskandidat auf. 2:0 führten die Schwarzgrünen früh durch ein herrliches Freistoßtor von Fabio Viteritti ins linke Kreuzeck sowie einen perfekten Konter über Ronivaldo und Viteritti, den Lukas Fridrikas eiskalt abschloss. Es lief alles nach Plan. Hinten war der Laden dicht, das Mittelfeld mit Clemens Hubmann als "Sechser" und den beiden "Achtern" Viteritti und Holz hatte alles im Griff und vorne wurden permanent Nadelstiche gesetzt. Als dann auch noch Lustenau-Kapitän Christoph Freitag in der 59. Minute vorzeitig in die Kabine musste, schien die Messe im Planet Pure Stadion gelesen.

Doch Überzahl erzeugt beim FC Wacker offensichtlich ein schon chronisches Nervenflattern. Das war beim 1:1 gegen Kapfenberg und beim 2:2 in Floridsdorf schon so und gestern kamen die Tiroler erneut in Bedrängnis. Marco Holz (71.) hatte das 3:0 am Fuß, traf aber nur die Stange und als dann der Brasilianer Wallace einen perfekt getretenen Freistoß zum Anschlusstreffer versenkte, war einmal mehr finales Zittern angesagt. Die Vorarlberger warfen alles nach vorn, doch die Tiroler Abwehr um Goalie Alexander Eckmayr, der den angeschlagenen Marco Knaller unaufgeregt vertrat, brachte den so wichtigen Auswärtssieg über die Zeit.

"Mit der Mannschaftsleistung bin ich zufrieden. Einerseits war der Sieg eine Erleichterung, auf der anderen Seite ärgert es schon, dass wir das Spiel trotz großer Chancen nicht schon früher entschieden haben. An der Kaltschnäuzigkeit müssen wir noch arbeiten", so Trainer Daniel Bierofka, der sein Team in der Länderspielpause auf einen intensiven April vorbereitet. Auf den Relegationsplatz fehlen vor den noch ausstehenden elf Runden vier Punkte auf Klagenfurt.