tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 25. April 2021

Wolfgang Müller

Sinnlos-Bengalos erfordern Fan-Reaktion

Der Feuerwehreinsatz im Tivoli während des Schlagers zwischen dem FC Wacker und Austria Klagenfurt sorgt für hitzige Diskussionen.

Vielleicht gut gemeint, in jedem Fall schlecht getroffen, letztlich ein totaler Rohrkrepierer war die „Jubiläumsfeier“ einer Fangruppe des FC Wacker, die beim Schlagerspiel gegen Austria Klagenfurt völlig aus dem Ruder lief. Bengalos, die außerhalb des Stadions abgefeuert wurden, landeten auf dem Rasen, dem Stadiondach und auch in Gärten rund um das Tivoli. Plötzlich hatte der bis zu diesem Zeitpunkt hervorragende Fußball Sendepause, war es der Feuerwehr vorbehalten, die brenzlige Situation in den Griff zu bekommen. Die Fans vor den TV-Geräten schüttelten nur verständnislos den Kopf, die Verursacher des feurigen Spuks suchten währenddessen das Weite und tauchten ab in der Anonymität der Nacht.

Abgesehen davon, dass die Kicker gefährdet waren, das Schlagerspiel vor dem Abbruch stand, zudem ein Sachschaden – von wem auch immer – zu begleichen sein wird, müssen sich Behörden, Bundesliga und letztlich auch der FC Wacker mit den leidigen Vorkommnissen befassen. Als ob es in Pandemie-Zeiten nicht ganz andere Probleme gäbe.

Immer wieder fordern die treuesten der Wacker-Treuen mehr Mitspracherecht ein. Mit Sinnlos-Aktionen wie diesen untergraben sie auf perfide Art jede Vertrauensbasis.

Am Ende steht wieder einmal ein beträchtlicher Sachschaden, vom Imageschaden ganz zu schweigen. Es wäre höchst an der Zeit, dass die Verursacher die Zeche zahlen – es wird aber ein frommer Wunsch bleiben. Leider!