tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 25. April 2021

Wolfgang Müller

FC Wacker zwischen Jubel und mächtig Feuer am Dach

Der Sieg gegen Austria Klagenfurt und die gestiegenen Aufstiegschancen des FC Wacker sind nur Nebensache, denn im Mittelpunkt steht die feurige Nacht im Tivoli-Stadion.

Innsbruck –Vierter Erfolg in Folge, in der Tabelle vor Klagenfurt – beim FC Wacker läuft sportlich alles nach Plan. „Dieser Sieg war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen“, freute sich Fabio Viteritti nach dem 2: 0 gegen Austria Klagenfurt. Der 27-jährige Deutsche, der im nächsten Spiel bei den Rapid-Amateuren gesperrt ist, erzielte nach Vorarbeit von Lukas Hupfauf die 1: 0-Führung und zählte einmal mehr zu den Aktivposten bei den Schwarzgrünen. So wie Marco Knaller, der mit tollen Reflexen in der zweiten Halbzeit den Anschlusstreffer der Kärntner verhinderte. „Dafür bin ja da“, schmunzelte der 34-Jährige nach dem Schlusspfiff und war sich mit Viteritti einig: „Der Sieg war verdient, aber für die letzten fünf Runden heißt das noch nicht viel, denn jedes Spiel wird jetzt ein Finale.“

Einmal mehr überzeugte ein junges FCW-Trio – die beiden Innenverteidiger Florian Kopp (19), der sich den Finger ausrenkte, wieder einrenkte und zu Ende spielte, und Darijo Grujcic (21) sowie Clemens Hubmann (20.) – im defensiven Mittelfeld.

Hohes Anpressen, dazu endlich effektiv und letztlich ohne großes Zittern die drei Punkte im direkten Relegationsduell gegen Peter Pacults Klagenfurter eingefahren – das gefiel natürlich auch dem Trainer. „Eine starke Vorstellung, vor allem in der ersten Halbzeit. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die sich toll entwickelt hat“, verteilte Daniel Bierofka ein Pauschallob und nahm seine Kicker für das Saisonfinale in die Pflicht: „Wir sind jetzt vor Klagenfurt, dürfen aber nicht lockerlassen und müssen durchbeißen. Wir haben noch richtig schwere Spiele und ich glaube nicht, dass Klagenfurt noch viele Punkte liegen lassen wird.“ Trainerkollege Peter Pacult ärgerte zwar die Niederlage, von einer Entscheidung im Relegationsduell will der ehemalige FC-Tirol-Stürmer freilich nichts wissen: „Dieses Spiel war nicht entscheidend. Es warten noch fünf schwere Spiele auf beide Mannschaften, wo man hellwach sein muss.“

Fakt ist freilich, dass es die Tiroler nach dem direkten Duell in eigener Hand haben, sich mit dem Relegationsspiel zu belohnen. „Wir hatten vollen Druck, überzeugten mit einer starken Leistung und setzten ein Zeichen im Aufstiegskampf“, zog auch FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl aus sportlicher Sicht einen positiven Schlussstrich unter den Schlager gegen Klagenfurt.