tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 04. Mai 2021

Gernot Gsellmann

DER Faktor ist weg


> Marco Knaller wurde bereits Sonntag Abend am Kiefer operiert > In der Entscheidung um den Relegationsplatz fehlt Innsbruck im Kampf mit Klagenfurt wichtige & siegbringende Schlüsselfigur

Ein Knall ... er war mittendrin. Marco Knaller. „Im ersten Moment dachte ich an nichts Schlimmes. Doch als ich Blut spuckte, habe ich schon etwas befürchtet.“

Das scheinbar harmlose Duell mit Rapids Youngster Binder hat schwerwiegende Konsequenzen: Wackers Schlussmann wurde der Kiefer nach einem doppelten und offenen (Kinn) Bruch in der Innsbrucker Klinik mit zwei Platten befestigt, fällt damit mindestens für sechs bis acht Wochen aus: Damit für den entscheidenden Zweiliga-Kampf mit Austria Klagenfurt, für die erträumte Relegation gegen den Bundesliga-Letzten. Extrem bitter, weil dadurch ein siegbringender Faktor der vergangenen Wochen fehlen wird: Der 34-jährige Keeper hielt mit Glanzparaden die Schwarz-Grünen zuletzt in Hütteldorf, gegen Klagenfurt oder Dornbirn stets auf Kurs! Knaller wird man nicht eins-zu-eins ersetzen können. „Der Zeitpunkt ist echt blöd. Aber ich will die Mannschaft so gut wie möglich von außen unterstützen.“

Wer seinen Platz als Nummer 1 übernehmen wird, ist offen. Coach Daniel Bierofka wird schlussendlich ab Freitag wohl seinem Bauchgefühl folgen müssen:

> Lukas Wedl (25) wäre eigentlich die logische Lösung. Doch der frühere Stamm-Keeper hat seit dem 7. März 2020 kein Pflichtspiel (Ausnahme die 13 Minuten gegen Rapid II) in den Beinen! Nach einem Kreuzbandriss (Mai 2020) und Fingerbruch (Jänner 2021).

> Alexander Eckmayr (21), der dritte Keeper im Wacker-Bunde, dürfte die Nase vorne haben. Zumal er heuer bereits zweimal als Knaller-Vertreter erfolgreich war (im März in Lustenau/2:1 und April bei den Juniors/2:0), letzte Saison nach Wedls Verletzung seriös agierte.

Egal wer von beiden schlussendlich das Vertrauen von Bierofka für die restlichen vier Meisterschaftsspiele erhalten wird – die Mannschaft wird doch leicht verändert agieren müssen. Mit mehr defensiver Sicherheit.