tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 27. Mai 2021

Tobias Waidhofer

Aufregung um ÖFB-Cup-Tickets

Unter anderem der SV Wörgl kritisiert die Entscheidung des TFV-Präsidiums.

Innsbruck – Bei der Präsidiumssitzung des Tiroler Fußballverbandes am Dienstagabend wurde der nächste Schritt in Richtung Unterhaus-Restart gesetzt. Ein Beschluss sorgte jedoch am Tag danach für Aufregung, Denn das Thema, wer die vier ÖFB-Cup-Plätze erhalten soll, wurde wohl am kontroversesten diskutiert. Der Vorschlag von TFV-Präsident Josef Geisler, die Halbfinalisten des Kerschdorfer Tirol Cups – der Bewerb wird bekanntlich ab dem Achtelfinale fortgesetzt – zu nominieren, fand keine Mehrheit. Stattdessen entschied man sich zu einer anderen Lösung: Die begehrten vier Plätze gehen an den Sieger des Kerschdorfer Cups sowie die beiden bestplatzierten Regionalliga-Teams nach neun Runden (also der abgeschlossenen Hinrunde) und den Meister der Tirol Liga.

Und genau das sorgt für nun für Ärger bei den Regionalliga-Teams. „Das ist für uns die schlimmste Lösung. Wir haben die Art der Meisterschaftsfortsetzung unter der Voraussetzung mitgetragen, dass die ÖFB-Cup-Plätze an die vier Halbfinalisten des Kerschdorfer Cups gehen. Nun haben sechs Bezirksleute ein Gentlemen’s Agreement umgeschmissen“, schäumte Wörgl-Präsident Andreas Widschwendter und kündigte eine schriftliche Stellungnahme an: „Kufstein und Imst sehen das ähnlich wie wir.“

Ganz anders ordnet naturgemäß TFV-Präsident Sepp Geisler die Lage ein: „Ich kann die Aufregung nicht verstehen. Es stimmt: Ich habe das mit den Vereinen besprochen und ich habe es dem Präsidium auch so vorgeschlagen. Der Vorschlag hat aber keine Mehrheit gefunden.“ Auch der Chef müsse sich an die Bestimmungen halten. „Ich bin Demokrat genug, zu akzeptieren, dass ich mit einem Antrag nicht die Mehrheit finde.“ Schön, dass es wieder losgeht ...

Was sonst noch beschlossen wurde: 12 statt 10 Teams: Die Regionalliga Tirol wird in von zehn auf zwölf Teams aufgestockt. Damit gibt es keine Absteiger, sondern lediglich die zwei Aufsteiger aus der Hypo Tirol Liga.

Rückzug: Apropos Tirol Liga: Aus dieser wird sich Söll, das in 13 Spielen im Herbst einen Punkt einfuhr, in die Landesliga zurückziehen. Der Antrag der Unterländer wurde angenommen, Sanktionen drohen keine. „Die Vereine haben es in diesen Zeiten ohnehin schwer“, erklärte TFV-Präsident Geisler. Das bedeutet aber natürlich, dass es in der Tirol Liga ein zusätzliches Team braucht. Deshalb werden die beiden Landesliga-Vizemeister eine Relegation ausspielen.