tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 05. Juni 2021

Georg Fraisl

Wacker zahlte seine Gehälter

>  Der feine Investor ist futsch, soll sich inzwischen in Dubai sonnen > Die Innsbrucker kämpfen verzweifelt um den Fortbestand des Klubs > Für die „Kohle“ des Monats Mai wurde nun alles zusammengekratzt

Dubai? Angeblich sonnt sich der Hamburger Geschäftsmann Matthias Siems derzeit in der Luxus-Metropole am Persischen Golf. Auch seine Vertrauten Jens Duve und Dennis Aogo, kurzfristig Geschäftsführer der Wacker GesmbH, sollen dort sein.

Möglicherweise nur ein Gerücht. Mister „Siemsalabim“ ist untergetaucht. Wie wegzaubert. Die 7-Tages-Frist, die der Verein Wacker Innsbruck dem Investor zur Zahlung der offenen 750.000 Euro gesetzt hat, ist unbeantwortet verhallt. Nur eine Reaktion des Mannes ohne Gesicht (kein Foto erlaubt) gab es seit dem großen Krach: In einem Brief seines Anwaltes hat Siems die Plattform „Tivoli12“ aufgefordert, die „beleidigenden Äußerungen“ von der Hompage zu entfernen und die Identität der User bekannt zu geben.

Wacker hat inzwischen die finanziellen Möglichkeiten ohne den Zuwendungen des Hamburgers sondiert. Und einen ersten Schritt in Richtung Zukunft geschafft: Es wurde alles zusammengekratzt, die für Mai fälligen Gehälter konnten so angewiesen werden und sollten dann spätestens am Montag auf dem Konto sein.

Kampf vor Gericht?

Nur ein Etappenerfolg. Der Spielbetrieb in der zweiten Liga ist damit noch nicht gesichert. Vor allem mit dem eigentlichen Ziel des Bundesliga-Aufstieges. Auch wenn dem Innsbrucker Verein die Zahlungen von Siems vertraglich zumindest bis 2023 rechtlich zustehen, wird das Ausfechten vor Gericht ein mühsamer und vor allem sehr langer Weg. Und Wacker braucht für die Saison in der Zweiten Liga bald Geld, sehr bald. Aus Dubai kommt es nicht.