tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. Juni 2021

Georg Fraisl

Bei erster Klage war Investor flott

Der interne Krach bei Wacker ist längst zu einer Angelegenheit der Rechtsanwälte geworden. Die erste Klage gibt es schon.

Die März-Gehälter trudelten verspätet ein. Ostern, meinte Wacker-Investor Matthias Siems beim Interview mit der „Kronenzeitung“ entschuldigend. Auf die April-Gage musste man beim Innsbrucker Zweitligisten zehn Tage warten – ohne Feiertag als Ausrede.

Und die Mai-Kohle wäre immer noch abgängig, wenn der Verein nicht alles Geld zusammengekratzt hätte. Auf 750.000 Euro ist der Rückstand der vertraglich fixierten Zahlungen des Deutschen angewachsen. Und diese Summe wird Mitte Juni explodieren, da dann eigentlich Siebenstelliges auf dem schwarzgrünen Konto landen sollte.

Beim Zahlen ist „Mister Siemsalabim“ nicht allzu flott, beim Klagen aber schon. Denn die österreichische Tageszeitung „Kurier“ bekam Post vom Anwalt. In einem Bericht über die Schlammschlacht bei Wacker war Ex-Präsident Gerhard Stocker zitiert worden (Interview auf Band), seinen Vergleich mit einem „Diktator“ hält Siems für ehrenrührig und rufschädigend. Ein Beweis mehr: das Tischtuch ist zerrissen ...