tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 08. Juni 2021

Florian Madl

Wacker-Uhr tickt: „Die Wochen der Wahrheit“

Bis gestern Abend trudelte kein Investor-Geld am Konto des FC Wacker Innsbruck ein, Plan B oder C stehen bereits im Raum.

Innsbruck – Sollte nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe, also tief in der Nacht, nicht noch etwas Außergewöhnliches passiert sein, dann flossen gestern keine 730.000 Euro auf das Wacker-Konto. Kein Investor-Geld, keine Partnerschaft, lautet das Motto in der Geschäftsstelle nach dem Verstreichen der 7-Tage-Frist (Termin ursprünglich Ende Juni).

„Wir wollen den Verein bestmöglich weiterbringen“, lautet das Credo von Wacker-Vorstand Felix Kozubek zur dreigleisigen Ausrichtung des Vereins. Wobei Szenario 1 – Geld und Rücktritt des Vorstands – seit gestern als wenig wahrscheinlich gilt. Statutengemäß würde man nach Ende des Geschäftsjahrs (30. Juni 2021) eine Generalversammlung abhalten und das Feld für den derzeitigen Investor Matthias Siems räumen, diese Zusage liegt beglaubigt vor.

Nun hofft die Tiroler Vereinsführung auf Variante 2, einen weiteren Investor. „Das ist Zukunftsmusik, die nächsten zwei, drei Wochen werden wir klarer sehen.“

Bleibt Variante 3, die „Schmalspur-Variante“. Das angedachte Budget (4 Mio. €) stützt sich noch auf viele Unsicherheitsfaktoren, fest steht nur der Sparkurs: „Wir müssten den Gürtel dramatisch enger schnallen, den Gesamtverein runterfahren.“ Das könnte von Notverkäufen der Top-Verdiener wie Ronivaldo oder Lukas Fridrikas angefangen allerhand bedeuten. Der Vorstand wäre nicht mehr zur Gänze hauptamtlich tätig, manche schauen sich bereits nach Jobs um. Auch zweite und dritte Kampfmannschaft oder das Nachwuchs-Trainerteam wären möglicherweise betroffen. „Überall dort, wo wir sinnvoll streichen können, tun wir das.“ Noch ist man in der Warteschleife, doch die Zeit drängt: Am 16. Juni erfolgt der Trainingsstart der Bundesliga-Mannschaft.