tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 08. Juni 2021

Georg Fraisl

Der Präsident mauert: „Vorwürfe grobes Foul“

Sepp Geisler antwortet in einem offenen Brief den Regionalliga-Klubs, die gegen den Boss des Fußballverbandes Tirols Sturm gelaufen waren

Sepp Geisler, Tirols Fußballpräsident, war Richter. Und das hat seine Auswirkungen. Wenn der „Herr Rat“ also am 27. Mai von den Regionalliga-Klubs angegriffen wird, dann kann’s schon bis zum 7. Juni dauern, bis es eine Antwort gibt. Übers Wochenende ausgetüftelt und juridisch haarklein geprüft.
Es geht um die Fortsetzung der Regionalliga-Meisterschaft, um Vorschläge, Ideen und Beschlüsse. Die Klubs wollten eine Reduzierung auf eine Halbjahres-Meisterschaft, dafür vier ÖFB-Cup-Tickets für die Halbfinalisten des Tiroler Cups. Die Präsidiumssitzung des TFV lehnte das in einer Abstimmung aber ab.

Eine neue Abstimmung wies Geisler in seinem Antwortschreiben zurück: „Entspricht nicht den Bestimmungen.“ Den Vorwurf, die Bezirksvertreter nicht richtig informiert zu haben, bezeichnete der Präsident als „unglaublich“ und „ungeheuerlich“: „Grobes Foul, unsportliches Verhalten.“
Ein Rechtsmittel gegen die Beschlüsse des Präsidiums gäbe es nicht, meint der Ex-Richter, nur im Falle von Verfahrensfehlern.
Der „Präse“ hat sich auf „Catenaccio“ verlegt, da muss man erst ein Loch in der Mauer finden.