tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 11. Juni 2021

T. Waidhofer, A. Gruber

Das Unterhaus-Comeback leitet die EURO ein

Vor dem heutigen EURO-Start öffnet das Tiroler Fußball-Unterhaus als lokales Aufwärmprogramm und nach langer Pause wieder seine Pforten.

Innsbruck – So viel gleich vorweg: Die Vereine im Tiroler Fußballverband starten heute mit dem Programm, die verbleibenden Spiele aus der Hinrunde (Herbst) zu Ende zu bringen, um in allen Ligen eine (Corona-)Wertung zu erhalten. Und das wird nach einer Spiel-Pause, die sich von Ende Oktober bis Mitte Juni zog, ein echter Kaltstart werden, der bei den Trainingseinheiten auch schon zu mancher Verletzung führte.

Die Regionalliga Tirol wird heute mit den letzten beiden und tabellarisch völlig bedeutungslosen Partien zwischen Schwaz und Hall (18 Uhr) und Wörgl und Kufstein (19 Uhr) abgeschlossen. „Ich sehe das mehr als Vorbereitungsspiel. Bei uns fehlt es nach der Pause schon noch ziemlich weit“, notiert Wörgl-Trainer Dennis Husic, sein Kufsteiner Kontrahent Jasmin Omahic stimmt ein: „Wir sehen es auch als Test. Irgendwie muss man ja auch mit seinen Planungen schon in die neue Saison blicken.“ Der Saisonstart ist da schon für Ende Juli anvisiert, heuer kann der Kerschdorfer-Tirol-Cup zumindest den Sieger noch mit einem ÖFB-Cupticket trösten. Da sind die ersten Achtelfinal-Partien am Samstag angesetzt.

Der Humor ist dennoch nicht gänzlich verloren gegangen. „Ich würde meine Jungs gerne zu Olympia schicken, so fit sind sie, aber mit dem Ball hapert es noch“, merkt Martin Rinker bei den WSG Tirol Amateuren vor dem Cupheimspiel gegen die Reichenau am Samstag an.

Transfertechnisch hat sich auch schon wieder so manches getan, die „Keilerei“ im Vertragspoker zwischen den zwölf Regionalliga-Klubs hat schon begonnen. Kitzbühel-Coach Bernhard Hanser reagiert enttäuscht auf den Abgang von Bojan Margic zum SV Wörgl: „Ich bin ein bisschen verwundert, weil er zu mir gesagt hat, er will kürzertreten. Sportlich ist das natürlich eine Schwächung.“ Telfs-Trainer Werner Rott zählt mit Marko Joveljic (Imst), Michael Augustin, Christoph Häfele und Emanuel Wendl auch den Verlust von vier Stammspielern auf: „Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich Boden unter den Füßen bekommen.“

Bei Wackers zweitem Team dirigiert vorerst Co-Trainer Mario Anfang die Geschicke, die ungewisse Situation im Verein lässt er außen vor: „Das hat Gott sei Dank gar keinen Einfluss, weil wir jeden Tag am Trainieren sind.“ Im Tiroler Cup dürfen bei den Schwarzgrünen übrigens keine Profis auflaufen.