Alles zur Kultstätte Tivoli.
By Sniper
#199175
Nochmal, dass muss nicht an Lafnitz allein liegen oder die Reichenau.
Denk mal an die aktuelle Situation in Österreich. Corona und Widerstand gegen so manche Maßnahmen könnten hier durchaus auch in die Einschätzungen mitgemischt haben. Leider gab es im Zuge von Ansammlungen auch immer wieder Leute, die nur der Gewaltausübung wegen, mitmarschiert sind und sich so meist, vom Veranstalter ungewollt, leider in der Masse miteingebracht haben.
Und was wäre idealer, als sich bei Fußballfans einzureihen, um seinen persönlichen Frust freien Lauf lassen zu können.
Ich denke, dass spielt hier leider auch eine Rolle.
Nur so als Gedankenanstoß.

Und ob du oder andere darüber den Kopfschütteln ist nicht entscheidend. Dies obliegt der zuständigen Sicherheitsbehörde. :blush:
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By schneexi
#199176
Bezüglich Bundespolizeidirektion: Ja, da lebe ich noch in der Vergangenheit, als die BPdion die zuständige Behörde war (meiner Erinnerung nach).

Ich bin grundsätzlich gegen solche Sonderrechte, weil sie auf Verdacht fußen und das meinem Rechtsverständnis widerspricht. In einer Diskussion fragte mal ein aufgebrachter Bürger: "Muss denn immer erst etwas passieren, bevor der Staat eingreift." Antwort: "Ja." Ich finde, dass ein Verdacht eben ein Verdacht ist, nicht mehr.
Ist aber eine weltanschauliche Diskussion...
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By wacker 4ever
#199177
Nochmal, dass muss nicht an Lafnitz allein liegen oder die Reichenau.
Denk mal an die aktuelle Situation in Österreich. Corona und Widerstand gegen so manche Maßnahmen könnten hier durchaus auch in die Einschätzungen mitgemischt haben. Leider gab es im Zuge von Ansammlungen auch immer wieder Leute, die nur der Gewaltausübung wegen, mitmarschiert sind und sich so meist, vom Veranstalter ungewollt, leider in der Masse miteingebracht haben.
Und was wäre idealer, als sich bei Fußballfans einzureihen, um seinen persönlichen Frust freien Lauf lassen zu können.
Ich denke, dass spielt hier leider auch eine Rolle.
Nur so als Gedankenanstoß.

Und ob du oder andere darüber den Kopfschütteln ist nicht entscheidend. Dies obliegt der zuständigen Sicherheitsbehörde. :blush:

Es soll mir bitte einfach jemand schlüssig erklären, wo genau beim Spiel am Samstag die Gefährdungslage sein soll. Ich weiß es nicht.
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By schneexi
#199178
Es soll mir bitte einfach jemand schlüssig erklären, wo genau beim Spiel am Samstag die Gefährdungslage sein soll. Ich weiß es nicht.
Das ist es ja: Muss niemand erklären. Das bestimmt die Behörde und ist niemandem Rechenschaft schuldig. Siehe die Aktion am Karlsplatz in Wien.
Zuletzt geändert von schneexi am 4. Aug 2021, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.
By Sniper
#199179
@schnexxi: Da geb ich dir recht. Das kann jeder sehen, wie er will. Aber ich gebe zu bedenken, dass unsere Gesetze meist anlassbezogen gemacht werden.

Zu deinem Beispiel mit der Frage, ob immer erst was passieren muss. Ja, der begründete Verdacht ist hier angemessen. Denn es stellt sich meist auch eine Haftungsfrage im Nachhinein. Egal ob Verletzungen oder Sachbeschädigungen. Passiert was, muss jemand zahlen dafür. Meist heißt es dann Behördenversagen. Soll ich dir Beispiele nennen: Frauenmorde in jüngerer Vergangenheit, Terroranschlag in Wien, Sachbeschädigungen nach diversen Fußballspielen oder Demonstrationen, usw....

Fakt ist nunmal, dass sich der Fußballfan leider zu oft selbst ins Knie geschossen hat in der Vergangenheit.
Und nein, ich verteufle keinen Fußballfan im Allgemeinen. Bin selbst fußballverrückt und sehe das Thema doch differenzierter.
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By wacker 4ever
#199182
Du scheinst irgendwie aus diesem Bereich zu kommen, so wie Du argumentierst. Kannst ja auch.

Aber ich gehe nochmal konkret auf den kommenden Samstag ein: Ich würd einfach gern die schlüssigen Argumente für so ein Vorgehen wissen. Ich kenn sie nicht. Es ist ein Spiel, zu dem so ca. 2.000 Zuschauer kommen werden, inklusive einer aktiven Fanszene. Aber es gibt weder Gästefans, noch einen Wacker-Marsch noch sonst eine größere Aktion. Also, was soll da passieren?
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By schneexi
#199183
Definiere bitte einen begründeten Verdacht.
Der hat eine Bierflasche in der Hand. Reicht, die könnte er ja werfen.
Er schreit "Heute schlagen wir die Lafnitzer". Reicht auch, Gewaltandrohung.
Beides sehr plakativ, aber leider nicht ganz aus der Luft gegriffen. Google mal, wie oft die Verwaltungsgerichte solche Maßnahmen als nicht gerechtfertigt oder überschießend beurteilten. Erschreckend.
Und: Wem gegenüber muss die Behörde im Voraus Rechenschaft ablegen? Ich weiß es nicht, weißt du es?
By Sniper
#199184
Definiere bitte einen begründeten Verdacht.
Der hat eine Bierflasche in der Hand. Reicht, die könnte er ja werfen.
Er schreit "Heute schlagen wir die Lafnitzer". Reicht auch, Gewaltandrohung.
Beides sehr plakativ, aber leider nicht ganz aus der Luft gegriffen. Google mal, wie oft die Verwaltungsgerichte solche Maßnahnen als nicht gerechtfertigt oder überschießend beurteilten. Erschreckend.
Wem gegenüber muss die Behörde im Voraus Rechenschaft ablegen? Ich weiß es nicht, weißt du es?
Der begründete Verdacht ist in den Gesetzen und Verordnungen klar geregelt. Ich leg dir jetzt kein Beispiel vor, denn dann komme ich aus dem argumentieren nicht mehr heraus hier. :D

Nein, im Voraus nicht. Aber im Nachhinein schon. Du kannst ja im Zuge eines Beschwerdeverfahrens gegen gesetzte Maßnahmen die dich betreffen auch Vorgehen. Im Verwaltungsverfahren steht dir ja dann eine Parteistellung zu.

Du darfst aber nicht vergessen, dass jede Maßnahme auch von einem Menschen gesetzt wird. Oft entscheidest du da in Sekunden, als eingreifendes Organ. Das Verwaltungsgericht hat dann Zeit ohne Ende, zu bewerten, ob überschießend oder gerechtfertigt.
Und sorry, nicht jede Gerichtsentscheidung ist auch immer der Weisheit letzter Schluß. Das sagte mir mal ein Anwalt selbst. :D
Denn auch hier ist wieder ein Mensch, der beurteilt.

Gerade beim Verfassungsgerichtshof oder Verwaltungsgerichtshof ist man selten einer Meinung unter den Richtern. Aber die Stimmverteilung wird nicht veröffentlicht. Das ist die Krux an der Sache. Viele Erkenntnisse sind "arschknapp" für oder gegen entschieden worden. :D

Aber das heißt nicht, dass Organe oder Behörden grundsätzlich schlecht handeln in Österreich. Nein die Entscheidungen der Gerichte sind anzuerkennen und machen einen funktionierenden Rechtsstaat auch aus. So sollte man es mal sehen. Das ist der Sinn einer höchstgerichtlichen Judikatur. Diese fließt dann auch immer bei Behördenentscheidungen im Nachhinein mit ein.
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