Alles zur Kultstätte Tivoli.
By ossi
#98987
Der Identitätsverlust:

http://www.tivoli12.at/geschichtedes-fc ... /2390.html
In dieser beschriebenen "letzten" Saison des FC Wacker Innsbruck war der 14. Dezember 1985 wohl eines DER Meilensteine überhaupt in der Geschichte.

Zur Vorgeschichte: Trotz der Verpflichtung eines Hansi Müller war man in dieser Saison nicht auf Touren gekommen. Bis zu diesem ominösen Spieltag hatte man 9 Niederlagen und lediglich 7 Siege am Konto.

Damals gab es noch nach dem ersten Durchgang einen Schnitt. Die ersten 8 spielten um den Meister, die letzten 4 zusammen mit den ersten 4 der 2. Liga um den Klassenerhalt.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass vor dem Spiel durchsickerte, dass der angeschlagene FC Wacker Innsbruck nur mehr überleben kann, wenn er in das sog. Meisterplayoff kommt. Nur dann würde der Klub von Swarovski aufgefangen werden, sonst nicht (was das Ende bedeutet hätte).

Die Konstellation vor diesem Spieltag konnte spannender nicht sein. Admira, Wacker und VOEST Linz lagen mit 19 Punkten gleichauf, die Linzer hatten die schlechteste Tordifferenz. Dahinter mit 17 Punkten Eisenstadt. Nur 2 konnten "oben" bleiben.

Es spielte Wacker Innsbruck gegen VOEST Linz und Admira gegen Eisenstadt.

Rund 10.000 kamen dann und es sollte ein denkwürdiger Nachmittag werden: Wacker begann durch Roscher eins zu null zu führen. Zeitgleich führte Eisenstadt schnell mit 2:0. Damit war Wacker und Eisenstadt "gerettet". Ralph Schader, damaliger Stadionsprecher, sagte die Zwischenstände brav durch und großer Jubel kam auf.

Doch Hansi Müller und Co. konnten nicht nachsetzen: Und VOEST Linz kam in der 81. Minute zum Ausgleich. Die Linzer wähnten sich im siebten Himmel, weil sie meinten, dass sie mit dem Punkt und der besseren Tordifferenz als Eisenstadt "oben" wären. Doch dann sagte Raph Schader in der 87. Minute durch, dass Admira ausgeglichen hat. Tumulte auf der Westtribüne: Einige wollten Schader für diese Durchsage richtiggehend "an die Wäsche", denn VOEST Linz - bis zu diesem Zeitpunkt nur aufs Halten bedacht - bestütmte fortan sofort das Wacker Tor.

Die Spannung war kaum mehr zu ertragen, denn mit jedem Tor von VOEST war - und das spürte man - Wacker Innsbruck Geschichte. Dies waren die fürchterlichsten 5 Minuten meiner Wacker Zeit.

Doch es passierte nichts mehr und es gab nach dem Spiel den ersten "Platzsturm" meiner Geschichte: Unglaublich, was das für ein Jubel, für ein Glücksgefühl war.

Der Verein verabschiedete sich am 30. 5. 1986 mit einem 3:3 in Hütteldorf als Tabellendritter (2 Tore Müller und eines Welzl) als FC Wacker Innsbruck und tauchte einige Wochen später als FC Tirol wieder in der neuen Saison wieder auf.
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By Mr. Wacker
#98990
Auszug aus der Chronik 100-Jahre FC Wacker Innsbruck:

Packendes Meisterschaftsfinish um die Play-Off-Plätze
Drei Runden vor dem Ende der Herbstmeisterschaft war neben den überlegenen Wiener Vereinen Austria und Rapid auch Sturm Graz (21 Punkte) so gut wie qualifiziert. GAK und VÖEST hatten mit 19 Punkten eine sehr gute Ausgangsposition, dahinter der LASK mit 18, Admira Wacker mit 17 und Austria Klagenfurt mit 16 Punkten. Auf Grund der schlechteren Tordifferenz lag Eisenstadt ebenfalls mit 16 Punkte auf Rang Neun und somit „unter dem Strich“, an der zehnten Stelle befand sich Wacker Innsbruck mit 15 Punkten, DSV Alpine hatte mit 12 Punkte wohl nur mehr theoretische Chancen, der SAK war mit 7 Punkten ohnehin weit abgeschlagen.

Innsbruck empfing am Tivoli DSV Alpine und zwei Punkte waren Pflicht. Nach zwölf Minuten erzielte Harrer das 0:1. In Minute 24 gelang Koreimann der Ausgleich, wenige Minuten später erlöste Müller die Innsbrucker mit dem 2:1 aus einem Freistoß. Spielmann stellte mit dem 3:1 den Pausenstand her. Nach Seitenwechsel trafen Linzmaier und abermals Koreimann zum 5:1-Endstand. Von den unmittelbaren Konkurrenten verlor Eisenstadt (0:6 beim LASK) und rutschte damit hinter Wacker Innsbruck, Klagenfurt besiegte überraschend Austria Wien mit 2:0 und hatte zudem ein Spiel weniger ausgetragen als die Innsbrucker. Admira Wacker schlug Sturm mit 3:0 und auch VÖEST blieb mit einem 0:1 beim GAK in Reichweite der Tiroler. Klagenfurt gewann das Nachtragsspiel beim SC Eisenstadt überraschend klar mit 5:0 und brachte sich somit in eine gute Ausgangsposition.

Zwei Runden vor Ende der Herbstmeisterschaft waren nun auch der LASK und Klagenfurt mit zwanzig Punkten so gut wie gerettet, Admira Wacker und Vöest lagen mit 19 Punkten auf Platz Sieben und Acht, Wacker Innsbruck mit 17 an der neunten Stelle. Der SC Eisenstadt hatte nach der Niederlage im Nachtragsspiel mit drei Punkten Rückstand seine Chancen endgültig verspielt. In Salzburg siegte Wacker beim SAK mit 2:0 durch Tore von Spielmann und Roscher und da VÖEST auf der Gugl gegen Rapid mit 0:4 verlor, überholte SSW Innsbruck die Werkself. Innsbruck lag punktegleich hinter Admira Wacker auf Platz Acht vor dem ebenfalls punktegleichen SK VÖEST. Die Werksportler aus Linz hatten die mit Abstand schlechteste Tordifferenz der drei Vereine. In der letzten Runde spielte Admira Wacker zu Hause gegen den SC Eisenstadt, die Entscheidung musste daher wohl auf dem Tivoli zwischen Wacker Innsbruck und VÖEST Linz fallen und die Linzer mussten gewinnen, um sich für das Meister-Play-Off zu qualifizieren.

Zum Entscheidungsspiel am Tivoli fanden sich 10.000 Besucher ein. Bereits in der zweiten Minute brachte Roscher Wacker Innsbruck in Führung. Admira Wacker lag zeitgleich bis zur Pause gegen Eisenstadt überraschend mit 0:2 zurück. Ein Unentschieden in Innsbruck würde daher die Südstädter vom Meister-Play-Off ausschließen. Aber in Innsbruck stand es zur Pause noch immer 1:0 für Wacker. Nach Seitenwechsel verkürzte Oberhofer per Elfmeter für Admira Wacker, während es am Tivoli noch immer 1:0 hieß. In Minute 28 gelang Schwarzlmüller der Ausgleich für die VÖEST. Die Freude der Linzer währte nur kurz, da fast zeitgleich in der Südstadt der Ausgleich zum 2:2 fiel, wiederum war der Torschütze Admiras Oberhofer. Da beide Spiele unentschieden endeten, blieb auch der Tabellenstand gleich. Drei Vereine punktegleich, aber die VÖEST hatte das schlechteste Torverhältnis und fand sich daher im Frühjahr im Mittleren-Play-Off wieder.
Für einen war die Herbstsaison noch nicht zu Ende – Manfred Linzmaier, er absolvierte noch einige Taktikeinheiten mit dem Nationalteam in einem Kurztrainingslager, zu dem Teamchef Branko Elsner geladen hatte.
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By Chris99
#98997

Der Verein verabschiedete sich am 30. 5. 1986 mit einem 3:3 in Hütteldorf als Tabellendritter (2 Tore Müller und eines Welzl) als FC Wacker Innsbruck und tauchte einige Wochen später als FC Tirol wieder in der neuen Saison wieder auf.
Du meinst wohl eher den FC Swarovski Tirol (später auch noch Innsbruck dazu) in blau-weiß mit dem Kürzel FCS. Bei unserer Geschichte kann man schon mal ein wenig durcheinander kommen ;)
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By Rudl
#98998
@ Ossi: Danke für deinen Beitrag. Wäre schön, wenn diesen Thread mehr nützen täten und solche Erfahrungen einbringen, dass man sieht wer wir sind. Mit allen Erfolgen und Tragödien.
Ursprünglich hatte ich ja die Idee die Geschichte der Amateure aufzuarbeiten, weil die fand ja fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Da aber doch die meisten auch der große Bruder interessierte, hab ich das verbunden. Und nach dem (tragischen) zwischenzeitlich Tot des FC Wacker Innsbruck machen wir in der Geschichte bis heute weiter. Aber da es (nur) mehr um die Bundesligamannschaft geht, gelingt das natürlich viel ausführlicher. Und in einen Teil bringst das Desaster vom FC Tirol gar nicht unter...
[hr]
@Chris: Habs erst jetzt gesehen. Leider muss ich dich enttäuschen. Ossi hat schon recht. In der 36. Runde 1985/86 hat der FC Wacker Innsbruck in Hütteldorf 3:3 gespielt. Darum war das Europacupwunder 1986/ 87 des blau-wei0wn Nachfolgers überhaupt erst möglich. Verwirrende Geschichte:D
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By Mr. Wacker
#99008
In der 36. Runde 1985/86 hat der FC Wacker Innsbruck in Hütteldorf 3:3 gespielt. Darum war das Europacupwunder 1986/ 87 des blau-wei0wn Nachfolgers überhaupt erst möglich. Verwirrende Geschichte:D
Genaugenommen eigentlich Sparkasse Swarovski Innsbruck - das Wacker wurde damals leider schon negiert....also für mich immer noch SSW Innsbruck und nicht SS Innsbruck :)
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By Chris99
#99009

@Chris: Habs erst jetzt gesehen. Leider muss ich dich enttäuschen. Ossi hat schon recht. In der 36. Runde 1985/86 hat der FC Wacker Innsbruck in Hütteldorf 3:3 gespielt. Darum war das Europacupwunder 1986/ 87 des blau-wei0wn Nachfolgers überhaupt erst möglich. Verwirrende Geschichte:D
Mein Posting bezieht sich nicht auf dieses Spiel, sondern auf das wenige Wochen später "geborene" Konstrukt, das von Ossi als FC Tirol tituliert wurde.
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By Rudl
#113424
Im Vorfeld der Europacuppartie gegen den FC Köln im Jahre 1983 nahm Franz Wolny, der bis zu diesem Zeitpunkt als Rekordtrainer am Tivoli (3 ½ Jahre) agierte, frustriert seinen Hut und machte U 21-Trainer Heinz Binder Platz. Dabei hatte Wolny zwei Jahre zuvor den Aufstieg geschafft, war mit seinen Schwarz-Grünen auf Anhieb Fünfter (unter 16 Vereinen) und belegte 1982/83 den sensationellen dritten Platz. Aber das von den siebziger Jahren verwöhnte Publikum wollte mehr. Größere Erfolge wurden angestrebt, die aber mit dem sportlichen Umfeld von Innsbruck kaum zu schaffen waren. Die Konkurrenten Rapid und Austria Wien waren noch dazu mit Starspielern gespickt gewesen.
http://www.tivoli12.at/geschichtedes-fc ... esser.html
#113443
Im Vorfeld der Europacuppartie gegen den FC Köln im Jahre 1983 nahm Franz Wolny, der bis zu diesem Zeitpunkt als Rekordtrainer am Tivoli (3 ½ Jahre) agierte, frustriert seinen Hut und machte U 21-Trainer Heinz Binder Platz. Dabei hatte Wolny zwei Jahre zuvor den Aufstieg geschafft, war mit seinen Schwarz-Grünen auf Anhieb Fünfter (unter 16 Vereinen) und belegte 1982/83 den sensationellen dritten Platz. Aber das von den siebziger Jahren verwöhnte Publikum wollte mehr. Größere Erfolge wurden angestrebt, die aber mit dem sportlichen Umfeld von Innsbruck kaum zu schaffen waren. Die Konkurrenten Rapid und Austria Wien waren noch dazu mit Starspielern gespickt gewesen.
http://www.tivoli12.at/geschichtedes-fc ... esser.html
ich sass damals in köln mitten unter den kölnerfans beim 7:1 für köln and da haben wir nach jedem kölner tor gesungen,mir tiroler sie lustig und froh und im winter verkaufen wir die betten und liegen im stroh.war trotz der niederlage auch ein schönes erlebnis.
aber trotz der klatsch sind wir beim nächsten spiel wieder am tivoli gewesen,trotz einer 1 stündigen anfahrt,nur die innsbrucker fans haben gestreikt.
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