Was sonst nirgends hinpasst
#190232
Ja, die fehlen einem wirklich. Dafür wird die Regierung in Pressekonferenz Nummer 10.768 (oder so) wieder viele Worte finden. Ich meine, es ist völlig klar, dass man bei so einem Virus nicht alles ohne Regeln laufen lassen kann. Zumal wenn es stimmt, dass diese "englische Variante" um so viel ansteckender ist. Aber man fragt sich, wie das weitergehen soll. Dann kommt im Februar die nächste Mutation und wir verlängern das Zusperren wieder, oder was? Wie gesagt, es wird - außer einigen Verrückten - niemand bestreiten, dass es Regeln braucht. Aber es gibt gute Konzepte und die wurden auch stets umgesetzt. Zur "Belohnung" ist dann die Gastronomie jetzt bald 5 Monate zu. Ebenso der gesamte Veranstaltungsbereich. Einfach alles total unverständlich.
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By Rudl
#190233
Ja, die fehlen einem wirklich.
Ja, mir fehlen die "Wirte" auch. Sehr sogar :bier: So dass ich schon durchdrehe. In einem Anflug von Rappel habe ich glatt alle meine Trikots aus dem Kasten geworfen, neu sortiert und nach Epochen geordnet, in den Computer eingeschrieben und mal gezählt. Es sind "nur" 118.

Ob ich das mit den restlichen Sachen auch so mache, weiß ich nicht. Kommt drauf aan, ob der Lockdown bis Ostern dauert :P

Jetzt bin ich urlabsreif und kann nicht fahren. Dabei darf ich nicht jammern. Mein Gehalt kann man mir nicht nehmen. Aber wer weiß das schon, was denen noch so alles einfällt. Bleibt die Frage wie das weitergeht. Steuererhöhungen um das auszugleichen wäre wohl ein Irrsinn. Wenn die Leute immer weniger Geld haben, die Arbeitslosigkeit ins unermessliche steigt und der große Knall wird noch kommen.

Die Linzer Wirtin war ja bei ServusTV zu Gast. Wundert mich nicht. Von der Frau, die mir meinen Hund vermittelt hat, weiß ich, dass sie im Gastgewerbe arbeitet. Die müssen ihr Haus abbezahlen, Kinder versorgen und das gemeinsame Einkommen reicht nicht mehr. Die hat mich angerufen, sie kann nicht kommen, weil sie kein Geld für Benzin hat.

Ihre Mutter hat in Elmau ein Lokal, dass normal von 16 Uhr bis 2 Uhr offen hat. Und nun rechne mal. März/April geschossen. Ausgangssperre und dann Lockdown seit November und jetzt ist nicht mal sicher, ob sie im März auftun kann. Und wenn es die Regierung gutmütigerweise erlaubt, geht sich das noch aus :fad: Ihre Fixkosten übersteigen den Kostenersatz und das seit Monaten. Wohnung muss bezahlt werden und im verwaisten Lokal fallen ja auch Kosten an. Und das wird bei weitem kein Einzelfall sein

Und wenn ich rechne, wenn ich nur 55% des Gehaltes bekommen würde, könnte ich mich am Stadtplatz zum betteln hinsetzen. Und zum mutierten Virus, anscheinend soll es ja schon länger in Österreich sein, wundert mich, dass die Zahlen seit Wochen stabil unter 2000 sind. Müssten doch explodieren :fad:

Aber ich gebe zu, es ist schwierig. Aber wenn ich manche Kommentare höre, bekomme ich schon wieder einen Rappel :butcher: :panik:
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By lady
#190234
Dass heute die Verlängerung des Lockdowns bekanntgegeben wird, ist jetzt keine Überraschung mehr. Wie vor Kurzem - natürlich wieder mal vorab medial - durchgesickert ist, wird dieser bis 7. Februar dauern. Also auch der Handel wird nicht aufsperren. Cafes, Restaurants und auch Veranstaltungen sind sowieso erst wieder ab März möglich: https://orf.at/stories/3197630/
Ist es in den meisten europäischen Ländern anders? Nein - aber das willst du nicht akzeptieren. Und genau deshalb ändert sich nichts an den Zahlen, die die Grundlage für die Entscheidungen bilden. Vor allem die jüngere Generation muss endlich lernen, dass man Krisen bewältigen muss. Hätten Eltern und Großeltern so agiert, lebten wir alle nicht in diesem Wohlstand, der für so viele so selbstverständlich geworden ist.
#190237
Ja, mei, das ist halt sie. Ist ja bei jedem Thema das Gleiche. Ansonsten bringt Rudl eh gute Beispiele, was durch das alleinige Schauen auf die Zahlen von Seiten der Regierung so "nebenbei" alles kaputt geht.

So, seit Kurzem ist es offiziell. Bis 8. Februar ändert sich mal gar nichts. Außer dass andere Masken vorgeschrieben werden und der Elefant auf 2 Meter gewachsen ist. Ob die Gastro im März aufsperren kann, wird beizeiten "evaluiert". Das heißt, es könnte weiter nach hinten verschoben werden: https://orf.at/stories/3197660/

Erst kürzlich wurde irgendwo gesagt, was 1 Woche Lockdown kostet. Ich hab mir diese gigantische Summe nicht gemerkt. Es wurde auch gesagt, man hatte einen fix-fertigen Plan für eine Öffnung im Jänner, aber dieser wurde durch die "englische Mutation" über den Haufen geworfen. Schon komisch. Man hört nämlich gleichzeitig, dass diese Variante zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher ist. Muss man jetzt nicht verstehen. Wie auch immer, ein Wahnsinn das alles.
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By schneexi
#190238
@lady: Ich will ja keiner Generation zu nahe treten, aber so ganz dürfen wir die Zeit vor 1945 (und auch danach) nicht ganz verdrängen. So toll war nicht alles, wie es uns die Alten erzählen wollen. Lernen Sie Geschichte!

Die junge Generation macht das sehr gut und nimmt viel auf sich, ohne selbst bedroht zu sein. Die Solidarität ist groß und wird nur von Hardlinern auf beiden Seiten der Diskussion untergraben.
#190239
Noch so nebenbei: So wie ich das verstanden hab, ist ein Lockdown laut Gesetz die letztmögliche Vorgangsweise, die man machen kann/darf, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Sprich, wenn andere Maßnahmen dafür nicht ausreichen. Gleichzeitig zur heutigen Verkündigung liest man dann das: https://tirol.orf.at/stories/3085361/

Jetzt kann man natürlich sagen, das ist nur für Tirol. Aber da wären wir wieder bei der berühmten Ampel, die ja genau dafür eingeführt wurde.
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By lady
#190240
@lady: Ich will ja keiner Generation zu nahe treten, aber so ganz dürfen wir die Zeit vor 1945 (und auch danach) nicht ganz verdrängen. So toll war nicht alles, wie es uns die Alten erzählen wollen. Lernen Sie Geschichte!

Die junge Generation macht das sehr gut und nimmt viel auf sich, ohne selbst bedroht zu sein. Die Solidarität ist groß und wird nur von Hardlinern auf beiden Seiten der Diskussion untergraben.
Das kann ich aber nicht bestätigen, denn ich habe täglich mit so vielen jungen Leuten und deren Eltern zu tun. Die sind alle keine Einschränkungen gewohnt. Was da zwischen meiner Generation, die sehr wohl von Eltern und Großeltern (den Kriegsgenerationen) gelernt haben und den folgenden schief gelaufen ist, weiß ich nicht. Jedenfalls kann ich von Solidarität wenig sehen.
#190241
Ganz unabhängig davon, wird aber wohl gerade Dir auffallen, was das für ein Schaden für die junge Generation ist, wenn die Leute seit rund 1 Jahr vielleicht mal ein paar Wochen so zwischendurch in der Schule waren. Ich lass Dir natürlich Deine Meinung, wenn Du nirgends ein Problem siehst und von der Regierung alles mitträgst. Aber mir erzählen genug andere Leute sozusagen vom Fach was ganz anderes.

Und weil Du von Solidarität schreibst: Ich könnte es mir einfach machen, denn meinen Beruf (ebenso wie Deinen) wird es immer brauchen. In meiner Branche hat man bekanntlich sogar zu wenig Personal. Also ich bin bis zur Pension mal gut versorgt. Aber hier sind wir eben bei der Solidarität. Was ist mit jenen, deren Arbeitgeber Konkurs anmelden muss, die arbeitslos werden, die aber gleichzeitig eine Familie zu ernähren haben und nicht mehr wissen, wie sie Miete und Heizung bezahlen sollen?
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