Was sonst nirgends hinpasst
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By joxl
#198936
@joxl: Zunächst mal freut es mich, dass trotz sehr kontroversieller Meinungen auch hier eine konstruktive Diskussion (wieder) möglich ist. Hier wird die Diskussion ja fast sachlicher geführt als zB heute in der TT. Da vergleicht unser "Freund" Nindler eine mögliche Impfpflicht, für die er eintritt, mit der Pflicht zum Sicherheitsgurt im Auto. Nur hinkt der Vergleich halt total. Der Gurt mag zwar ein kleiner Eingriff in die persönliche Freiheit zum Schutz sein, aber ist halt was anderes als ein medizinischer Eingriff, was eine Impfung auch ist. Wie gesagt, ich bin nicht gegen Impfungen, aber es muss halt einfach freiwillig bleiben. In Bezug auf meinen Vorschreiber kann ich nur sagen, dass ich diese Gefahr auch sehe. Aber es wird noch zig Mutationen geben in den nächsten Jahren und man sollte die Bürger frei entscheiden lassen. Bisher war die Argumentation immer, wenn die älteren Leute geschützt sind, sind wir in einem relativ sicheren Bereich. Diese sind laut Impfdashbord des Gesundheitsministeriums zwischen 80 und 90 % durchgeimpft. Jetzt sind plötzlich die Jüngeren das Problem. So dreht sich halt diese Spirale immer weiter. Ich seh es so: Wer will und kann, soll sich impfen lassen und ist dann relativ gut geschützt. Andere haben halt die Gefahr, sich anzustecken. Das ist im Leben mal so auch bei genug anderen Krankheiten.

@cesc: Danke auch Dir für die Antwort. Und wie lange würdest Du diese Regelung beibehalten? Das ist ja das Spannende, wenn man weiß - und da sind sich alle Experten einig - dass dieser Virus nie mehr verschwinden wird und man wohl jährlich eine Auffrischung braucht. Also wie lang soll dann die von Dir erwähnte Regelung gelten?
Stimmt schon, die Impfung der Älteren war dominierend in der Kommunikation. Ändert aber nichts daran, dass es die "anderen" Gruppen gibt bzw. immer schon gegeben hat.
Dinge ändern sich im Leben und in unserem Zusammenleben. Gewisse "Dinge" werden vielleicht zur neuen Normalität. Das "Ende" der Pandemie werden wir vielleicht erst in Jahren ausrufen können.
#198937
Da könntest recht haben, was ich aber natürlich nicht hoffe. Ich seh halt auch die Zahlen in den Krankenhäusern. Und diese sind konstant, trotz wieder steigender Infektionszahlen. Ich bin ja bekanntlich selten einer Meinung mit unserem Kanzler. Aber da geh ich konform, dass irgendwann die staatlichen Maßnahmen beendet sein müssen und jeder selber verantwortlich ist. Wie halt bei anderen Krankheiten auch. Da wär auch nie jemand auf die Idee gekommen, massive Einschränkungen zu verhängen, obwohl auch da Leute schwer erkranken bzw. sterben.
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By Curvanord
#198939
Da könntest recht haben, was ich aber natürlich nicht hoffe. Ich seh halt auch die Zahlen in den Krankenhäusern. Und diese sind konstant, trotz wieder steigender Infektionszahlen. Ich bin ja bekanntlich selten einer Meinung mit unserem Kanzler. Aber da geh ich konform, dass irgendwann die staatlichen Maßnahmen beendet sein müssen und jeder selber verantwortlich ist. Wie halt bei anderen Krankheiten auch. Da wär auch nie jemand auf die Idee gekommen, massive Einschränkungen zu verhängen, obwohl auch da Leute schwer erkranken bzw. sterben.
Das kann man halt alles leider nicht mit Corona vergleichen. :fad:
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By joxl
#198946
Es sollte auch kein Vergleich sein. Ich sag nur, dass wir irgendwann damit zu leben lernen müssen.
Womit? Mit einer ziemlich ansteckenden Krankheit gegen die es immer noch kein Medikament gibt und die massive Langzeitfolgen nach sich ziehen kann?

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#198947
Schon bitte mit Maß und Ziel, das ist klar. Aber eben zurück zur Normalität. Vor allem, wenn man klar sieht, dass die gefährdetsten Personengruppen immer mehr immunisiert sind. Wie die Zahlen zeigen, wurde durch die meiner Meinung nach sehr wohl vorhandene Impfbereitschaft schon einiges an Schrecken rausgenommen. Medikamente sollen laut Berichten noch in diesem Jahr zugelassen werden. Das heißt, wir sollten uns Schritt für Schritt - ich sag ja nicht gleich - wieder einem normalen Leben annähren. Daher fand ich die bis dato letzten Öffnungsschritte samt Reduktion der Maskenpflicht sehr gut. Natürlich alles mit Bedacht und Vorsicht.
By slad
#198953
Hm, zu jemandem sagen - wenn ich Dich richtig verstehe - "Sorry, Du bist nicht geimpft, selber Schuld, Du bekommst jetzt kein Spitalsbett." - das ist jetzt eigentlich nicht jenes Land, in dem ich leben möchte.
Vorrangregel, habe ich geschrieben, also wenn alles voll ist. Wenn die Impfgegner recht haben, wird der Fall nie eintreten, also wieso solltest du dagegen sein? Wird ja eh nie passieren, ist ja nur eine Erkältung.
Und ja, warum sollten alle die sich sozial verhalten haben, verzichten wegen denen, die es nicht wollen? Eine Solidarität ist nicht nur auf Nehmen aufgebaut.

Das wäre halt der einzige Weg in die Normalität, aber leider wirds das werden, was die anderen Vorschreiber schon skizziert haben
#198954
Ja, es wird Impfgegner geben und auch solche, die das für eine harmlose Erkältung halten. Ich weiß, es gibt Leute, die solche Theorien verbreiten. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch eine Verachtung jenen gegenüber, die selber erkrankt sind oder ihnen nahestehenden Menschen verloren haben. Das ist das eine.

Zum anderen: Ah, Du meinst das ernst. Dachte eigentlich auch eher an Sarkasmus. Ok, gut, Deine Meinung, find ich aber etwas arg. Nur als Beispiel: Ich hab nie geraucht und rauche nicht. Trotzdem finanzier ich mit meinen Beiträgen sozusagen jene mit, die aufgrund von Schäden von jahrelangem Nikotinkonsum schwer krank sind und medizinische Hilfe brauchen. Ich hab kein Auto, finanzier aber auch für jene mit, die unter Alkoholeinfluss zu schnell fahren und dann auf der Intensivstation landen. In beiden Fällen könnte man argumentieren: Selber schuld, hättet´s ja nicht tun müssen. Nur ist das eben nicht mein Verständnis von einem Sozialstaat. Da bin ich froh, dass es bei uns anders läuft und jeder, der es braucht, auch eine Behandlung bekommt. Das hat für mich einfach auch mit Ethik zu tun.
By slad
#198955
Nein, das ist etwas anderes. Der einzige Grund, warum es die Einschränkungen noch gibt, ist die, dass sich zu wenig impfen lassen und die Sorge, dass dadurch das Gesundheitssystem überlastet wird.
Diese Gruppe nimmt also die ganze Gesellschaft in Geiselhaft. Das macht kein Autofahrer, kein Raucher, kein Alkoholiker.

Wenn man sich nun entschließt zu öffnen und der worst case tritt ein, die Intensivbetten sind voll. Und dann kippt ein 70jähriger um und kann nicht auf die Intensiv weil da ein 30jähriger Impfgegner mit einer covid Erkrankung liegt, dann ist wohl klar, was passieren muss, oder nicht?
#198956
Deinem 1. Satz stimm ich so zu. Ja, das ist inhaltlich richtig. Das andere, was Du forderst, ist dann aber halt auch diese Triage, die man eigentlich durch Lockdowns immer verhindern wollte. Dann hat man sie halt so. Wie gesagt, man kann diese Meinung haben, ich teile sie halt nicht. Und da seinerzeit trotz einer massiven Welle und Impfungen in weiter Ferne die Betten zwar ziemlich voll waren, aber insgesamt nicht am Anschlag, können wir davon ausgehen, dass es auch jetzt bei einer Impfrate von ca. 50 % erst recht nicht mehr so schlimm wird. Aber diskutieren kann man ja über alles.
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