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Wacker abseits des Rasens
By IBK_6020
#225026
Ich finde Schneexi spricht etwas wichtiges an und knüpfe ich an meinen Kritikpunkt nach den Aussagen (auch wenn ich meine Kritik damals an der Kommunikation zurückgenommen habe, weil sie überschießend war) bezüglich "die Staatsanwaltschaft gibt uns recht" an.

Der Verein war Gesellschafter zu 100 Prozent. Nur weil man die Kampfmannschaft in eine GmbH ausgegliedert hat und somit der Verein (zumindest vorerst) nicht auch im Konkurs ist, halte ich es für unklug teilweise so zu tun, als wäre man ein normaler Gläubiger wie jeder andere, dem noch 1.5 Millionen zustehen würden. Weil genau dieses Bild versucht man ständig zu erzeugen, als wäre der Verein Opfer dieser GmbH, mit der man wegen dem Trennungsprinzip nichts zu tun habe. Ich würde mir vom Verein eher ein demütigeres Auftreten wünschen und dass diese komplexe juristische Angelegenheit abgewartet wird, bevor man wiederholt seinen Standpunkt medial so breit tretet.

Ich blicke bei dieser Sache mit den Verrechnungskonten, Guthaben, etc. nicht durch. Ich habe auch kaum Ahnung vom Gesellschaftsrecht, aber was ich weiß handelt es sich nicht nur um eine komplexe Angelegenheit, sondern kommt es bei der Öffentlichkeit auch nicht gut an, wenn der alleinige Gesellschafter bei seiner insolventen Gesellschaft Geld aus der Konkursmasse rausholen will. Es geht mir nicht darum, die Vorgangsweise des Vorstandes allgemein zu kritisieren oder dass ich an den Tätigkeiten was auszusetzen hätte (außer eben die Kommunikation). Aber wie schon gesagt, eine medial defensivere Vorgehensweise würde ich besser finden.

Trotzdem danke allen die sich um das Überleben der Vereins gekümmert haben, Verantwortung übernehmen und ihre wertvolle Zeit dafür investieren, dass man weiterhin Wacker schaugn gehen kann. Was wäre wohl passiert, hätten die momentan handelnden Personen nicht übernommen...
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By wacker 4ever
#225027
So hat jeder seine Sichtweise. Ist auch völlig legitim. Aber ich gebe ein paar Punkte zu bedenken: Der Verein "tut nicht so", wie Du es nennst und stellt sich auch nicht irgendwie dar. Der Verein will auch nicht was "rausholen". Der Vorstand ist dem Wohle des Vereins verpflichtet und hat somit jedem Euro nachzugehen. Hätten das so manche Vorstände in der Vergangenheit gemacht, wir wären wohl in einer anderen Liga.

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Abschlussbericht festgehalten, dass der Verein ein Geschädigter und letztlich damit ein Gläubiger der GesmbH ist. Ob Du mit dieser Darstellung nun einverstanden bist, ist selbstverständlich Dir überlassen. Nur sind das halt die Fakten. Und genau diese Darstellung kann man nicht oft genug nach außen tragen, am besten täglich. Denn natürlich hat man in den vergangenen Monaten bzw. seit Sommer 2022 vielleicht 5 oder 6 Kleinsponsoren gefunden, weil niemand was hergeben wollte, das dann möglicherweise in der Konkursmasse landet. Denn es wurde ja oft genug berichtet, dass der Verein eigentlich an die GesmbH was zahlen müsste. Nun ist das Ermittlungsergebnis, dass es eben genau umgekehrt ist. Das ist für den Verein ein wichtiger Schritt, den man selbstverständlich offensiv kommunizieren muss. Deinem letzten Absatz stimme ich vollinhaltlich zu.
By IBK_6020
#225028
Ich kritisiere nicht, dass der Verein Forderungen angemeldet hat.

Ich kritisiere, dass man nicht die Entscheidung des Gerichts abwartet, welches befugt ist über die Berechtigung dieser Forderungen zu entscheiden. Stattdessen wird ständig auf die Einstellungsbegründung der Staatsanwaltschaft in einem Ermittlungsverfahren gegen ehemalige Verantwortliche verwiesen. (Mehr dazu unten).

Und damit komme ich zum zweiten Kritikpunkt: Der Verein und auch du in deinem letzten Posting schreiben von Verein und GmbH, als wären das zwei komplett verschiedene juristische Personen, die nichts miteinander zu tun haben. Der Verein war alleiniger Gesellschafter dieser GmbH, von diesem als "Geschädigten" zu sprechen, als wäre er ein Gläubiger wie jeder andere, empfinde ich als unangebracht. Ja, durch das Trennungsprinzip mögen das zwei verschiedene juristische Personen sein, aber die eine war trotzdem alleiniger Gesellschafter jener Gesellschaft, die jetzt im Konkurs ist.
Jemand der seiner kriselnden Gesellschaft einen Kredit gewährt, könnte beispielsweise in der Insolvenz das Problem haben, dass das eigenkapitalersetzend wirkt (EKEG). Dann kann man probieren Forderungen anzumelden, wird aber scheitern. Siehst du den jetzt auch als Geschädigten? Ich würde abwarten, aber selbst wenn die Forderungen berechtigt sind, würde ich ihn nicht als "Geschädigten" sehen, wenn er den Konkurs gleichzeitig zu verantworten hat. Maximal selbstgeschädigt.

Und wegen deinen beschriebenen Fakten, da kann man gerne diskutieren, ich behaupte nicht es besser zu wissen: Aber ich lese aus dem Einstellungsbericht heraus, dass sich unter Berücksichtigung der Verrechnungskonten ein Guthaben des Vereins ergiebt, es keine ungerechtfertigten Überweisungen von der GmbH zum Verein gab und somit keine betrügerische Krida vorlag. Aber wo hat die Staatsanwaltschaft festgehalten, dass der Verein deswegen ein "Geschädigter" ist? Wo hat die Staatsanwaltschaft festgestellt, dass der Verein Gläubiger ist (bzw. die Forderungen berechtigt)?
Hat jede Gesellschaft, bei der von der Staatsanwaltschaft ein Guthaben und keine ungerechtfertigten Vermögensverschiebungen festgestellt werden, automatisch berechtigte Forderungen im Insolvenzverfahren? Warum gibt es dann eigentlich noch Insolvenzgerichte, die über die Berechtigung der Forderungen entscheiden müssen, wenn das die Strafverfolgungsbehörden so nebenbei machen können?
Ich verstehe echt nicht, weshalb ich keine Fakten anerkennen soll, nur weil ich die Darstellungen der derzeitigen Verantwortlichen nicht teilen kann bzw. deren medial kolportierten Schlussfolgerungen von Ergebnissen aus einem Strafverfahren für ein Insolvenzverfahren nicht gut finde.

Es ist ja den derzeit Verantwortlichen ihre Sache, durch was sie ihre Rechtsmeinungen bestätigt sehen. Und es ist auch deine Sache, wenn du glaubst, dass wir unter anderem deshalb so wenig Sponsoren haben, weil der Verein medial noch zu wenig auf seinen Geschädigtenstatus, verursacht von seiner eigenen GmbH, hingewiesen hat. Aber es ist auch meine Sache, diese Außendarstellung und Kommentare des Vereins kritisch zu begutachten, ohne dabei vorgeworfen zu bekommen, keine Fakten anzuerkennen.
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By wacker 4ever
#225030
Ich hab meine Meinung begründet und dazu steh ich auch. Du siehst es anders. Kein Problem. Letztlich ist es ohnehin egal, denn ich denke, von dem Geld werden wir eh keinen Cent sehen.
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By AlexR
#225036
IBK_6020 hat geschrieben: 25. Feb 2024, 11:26 Und damit komme ich zum zweiten Kritikpunkt: Der Verein und auch du in deinem letzten Posting schreiben von Verein und GmbH, als wären das zwei komplett verschiedene juristische Personen, die nichts miteinander zu tun haben. Der Verein war alleiniger Gesellschafter dieser GmbH, von diesem als "Geschädigten" zu sprechen, als wäre er ein Gläubiger wie jeder andere, empfinde ich als unangebracht. Ja, durch das Trennungsprinzip mögen das zwei verschiedene juristische Personen sein, aber die eine war trotzdem alleiniger Gesellschafter jener Gesellschaft, die jetzt im Konkurs ist.

Du widersprichst dir jetzt aber schon selber.
Entweder der Verein und die Gmbh sind rechtlich zwei getrennte juristische Personen oder sie sind es nicht.

Es ist auch nicht verboten, eigene Ansichten in Interviews preis zu geben und zu argumentieren. Der Insolvenzverwalter hat ja auch immer die Möglichkeit gehabt in diversen Interviews (vor allem in der TT) seine Rechtsmeinung zu vertreten.
So, wie es dargestellt wird, hat man nun eine Erkenntnis aus einem anderen juristischen Verfahren, das die eigene Rechtsmeinung des Vereins unterstützt.
Passiert ja bei anderen Verfahren ja auch, dass Erkenntnisse aus anderen Verfahren im anderen Verfahren anerkannt wird und dann in der Argumentation nach außen (Öffentlichkeit) und nach innen (im anderen Verfahren) diese verwendet wird.
Für mich als Laien normale Vorgänge, die auch jeder tun darf.

Ich verstehe auch nicht, warum sich der Verein nicht dazu äußern soll. Der Verein kommuniziert natürlich seine Ansichtssache, sieht in den Erkenntnissen aus dem anderen Verfahren eine Bestätigung seiner eigenen Meinung und wenn man darüber gefragt wird, kommuniziert man jene. Die Frage nach dem Insolvenzverfahren werden wir wohl alle Monate in der "Frog in Presi" Reihe bekommen und der Verein hat natürlich ein Recht darauf sie so zu beantworten, wie er sie für klug hält.

IBK_6020 hat geschrieben:Der Verein war Gesellschafter zu 100 Prozent. Nur weil man die Kampfmannschaft in eine GmbH ausgegliedert hat und somit der Verein (zumindest vorerst) nicht auch im Konkurs ist, halte ich es für unklug teilweise so zu tun, als wäre man ein normaler Gläubiger wie jeder andere, dem noch 1.5 Millionen zustehen würden. Weil genau dieses Bild versucht man ständig zu erzeugen, als wäre der Verein Opfer dieser GmbH, mit der man wegen dem Trennungsprinzip nichts zu tun habe.
Das ist ja nicht die Argumentation. Der Insolvenzverwalter hat die Auffassung, dass die Verrechnung des Vereins der Mitarbeiter an die Gsmbh nicht so in Ordnung war (ganz einfach ausgedrückt) und die Forderungen an den Verein daher höher wären. Der Verein hat eine andere Meinung dazu und die Ermittlungen der Staatsanwalt haben die Ansicht des Vereins untermauert (zumindest laut Verein). Bei den 1,5 Millionen Euro geht es auch nicht um faktisches Geld, sondern auch um die Gegenrechnung der Forderungen von der Gmbh an den Verein.
Da hat der Verein eben die Ansicht, dass es nicht, wie vom Insolvenzverwalter gefordert 4 Millionen Euro (?) sind, sondern, dass es nur 2,5 Millionen Euro sind, da man die 1,5 Millionen Euro, die der Verein an die Gmbh bezüglich der Mitarbeitergehälter als berechtigte Forderung sieht, gegenrechnen muss.
Sprich, keiner fordert faktisches Geld, sondern man fordert, dass es auch anerkannt wird, dass der Verein Geld an die Gmbh verloren hat und dazu gibt es eben eine Erkenntnis aus dem anderen geführten Verfahren.

Aber wie schon gesagt, eine medial defensivere Vorgehensweise würde ich besser finden.

Dann musst du das tivoli12 Magazin darum bitten dem Verein/Präsidenten Fragen zum Insolvenzverfahren nicht mehr zu stellen; denn das Insolvenzverfahren ist aktuell nur bei den Fragen an den Präsidenten ein Thema und da artikuliert Rauch nur die juristische Auffassung des Vereins. Ansonsten habe ich in letzter Zeit (letzten zwei/drei Monate) keine weiteren Äußerungen in Tageszeitungen gelesen. Oder, du bittest alle Wacker Fans nicht mehr darüber Fragen zu stellen.
By IBK_6020
#225038
Es sind zwei verschiedene juristische Personen, aber dennoch war die eine alleiniger Gesellschafter derjenigen, die jetzt im Konkurs ist. Ich finde es unangebracht dann von sich als Geschädigten zu sprechen, in Wahrheit hat man sich selbst geschädigt, während andere wirklich durch den Verein geschädigt wurden.

Ich finde die Schlüsse die man aus der Einstellung bezieht, relativ weit hergeholt. Es wird so kommuniziert, als würde die Staatsanwaltschaft einen Rechtsstandpunkt des Vereins bestätigen, ich sehe das nicht zwingend.

Ich bin hier sicher etwas "überkritisch", ich halte mich jetzt zurück. Die in meinen Augen falsche Kommunikationsstrategie ist eben Ansichtssache, aber steht so oder so in keinem Verhältnis zur guten Arbeit des Vorstandes der letzten 1.5 Jahre. Hoffen wir am Ende nicht enttäuscht zu werden.
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By AlexR
#225039
IBK_6020 hat geschrieben:Ich finde die Schlüsse die man aus der Einstellung bezieht, relativ weit hergeholt. Es wird so kommuniziert, als würde die Staatsanwaltschaft einen Rechtsstandpunkt des Vereins bestätigen, ich sehe das nicht zwingend.

Der Verein sagt, dass die Gmbh ihm 1,5 Millionen Euro schulden würde und die Staatsanwaltschaft sagt "Unter Berücksichtigung der Verrechnungskosten ergibt sich aber ein Guthaben des Vereins F*" (Quelle: Artikel des Bezirksblattes, Seite 14 der hochgeladenen Dokumente der Staatsanwaltschaft) und erklärt damit, dass die Ansicht, die Gmbh würde noch Geld vom Verein bekommen, falsch ist. Weiter oben im Dokument geht es um die ca. 1,5 Millionen Euro (Ich habe jetzt nur die zentrale Aussage zitiert, damit es nicht komplett überschießend wird).

Daher ist natürlich die Argumentation, dass die Staatsanwaltschaft den Rechtsstandpunkt des Vereins bestätigt, schon verständlich.

Kannst du daher genauer erläutern, warum man nicht diese Meinung vertreten kann?
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By wacker 4ever
#225041
Das würde mich auch interessieren. Die Staatsanwaltschaft (nicht der Verein!) ist mit der Meldung nach außen gegangen und hat die gesamte Begründung veröffentlicht. Der Verein wurde in der Person des Präsidenten medial und eben auch von Interessierten gefragt, wie man das sieht. Und dann wurde das eben beantwortet. Es ist ja auch nicht so, dass Hannes Rauch zu Hause würfelt und dann zu einer Meinung kommt. Auch er bzw. der Verein werden von Anwälten und Steuerberatern unterstützt. Keine Ahnung, warum es einem als Verein verboten sein soll, etwas zu kommunizieren, was FÜR den Wacker spricht. Seien wir doch bitte froh. Der Verein war nicht mit beiden Beinen ab Abgrund, er war schon am Fallen.

@AlexR: Vielleicht ist dem einen oder anderen nur langweilig. Stimmt ja auch. Keine finanziellen Unregelmäßigkeiten oder sonstigen Skandale. He, Wacker Innsbruck, was soll das?! :ironie: Jetzt regt man sich halt über den einen oder anderen Satz aus einem Interview auf und reitet darauf herum. Ja, mei, im Vergleich dazu, worüber wir hier schon diskutiert haben, sag ich: Luxusproblem.
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By AlexR
#225045
Ich bin mir sicher, dass es nicht Langeweile ist. Man kann da durchaus geteilter Meinung sein und vielleicht ist es tatsächlich so, dass ich etwas falsch verstehe....
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By wacker 4ever
#225046
Wer dieses Thema (und alle anderen Themen) noch weiter vertiefen will, dem sei der Vereinsabend übermorgen Mittwoch in Erinnerung gerufen.
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