vom Tiroler Fußball zur Champions League
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By lady
#173418
21.9. 2019 Kronenzeitung, Kommentar von Georg Fraisl
Kärnten kann’s, Tirol aber nicht
Als der FC Tirol am 1. November 2001 im Tivolistadion gegen den AC Fiorentina nach einer 0: 2-Auswärtsniederlage mit einem 2: 2 aus der Europa-League (2. Runde) ausschied, verließen die meisten verärgert die Innsbrucker Arena. Weil man der von Jogi Löw betreuten Truppe eigentlich mehr zugetraut hatte. Zumal man die Toskaner im Jahr zuvor eliminiert hatte.
Nun, so trösteten sich die meisten, dann klappt’s halt wieder nächstes Jahr.
Die wenigsten ahnten damals, dass dieses 2: 2 für lange, lange Zeit das letzte Europacup-Match einer Tiroler Fußball-Mannschaft sein würde. Bis heute. Und manchmal hat man das Gefühl, man könnte in diesem Fall ruhig zum Wort „auf ewig“ greifen.
Am Donnerstag hat die 24.998-Einwohner-Stadt Wolfsberg ganz Fußball-Europa in Staunen versetzt. Mit einem denkwürdigen 4: 0-Sieg in Gladbach im ersten Match der Gruppenphase der Europa-League, für das sich die Kärntner im Mai fix qualifiziert haben.
Während der Traditionsklub aus der Tiroler Landeshauptstadt zum fünften Mal den Weg in die untere Liga antreten musste.
Die Kleinstadt im Lavantal und das wirtschaftlich gebeutelte Kärnten schaffen, woran die zweifache Olympiastadt und das wirtschaftlich super-starke Tirol seit 18 Jahren scheitern. Das ist ein schlimmes Zeugnis für alle Fußball-Bemühungen in diesem Land. Es wurde fast zwei Jahrzehnte lang nur herumgewurschtelt. Eine Art Offenbarungseid.
Eine Besserung ist nicht in Sicht. Wacker muss erst wieder den (derzeit unwahrscheinlichen) Sprung in die höchste Liga schaffen, ehe man das Wort „international“ überhaupt in den Mund nehmen darf. Und die WSG Tirol kämpft im ersten Bundesliga-Jahr ums Akklimatisieren – und im Hintergrund nach wie vor um ein eigenes Stadion. Für ein ganz neues Tiroler Fußball-Kapitel.
In diesem Kommentar wird der Stellenwert des Fußballs in Tirol für die Landespolitik und die Stadt Innsbruck gut auf den Punkt gebracht.
By leonardo
#173419
Mal ein super Kommentar von Fraisl genau so ist es , die machen einen super Job in Wolfsberg und haben ein gutes Händchen mit ihren Trainern bis jetzt
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By Mr. Wacker
#173427
Und er träumt von einem ganz neuen Fussballkapitel....
Ohne Wacker wie man raushört. Was ja auch aus den Kommentaren die vom Verein getätigt werden sich irgendwie bestätigt
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By lady
#173430
Ohne Wacker wie man raushört. Was ja auch aus den Kommentaren die vom Verein getätigt werden sich irgendwie bestätigt
So ein Unsinn!
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By schneexi
#174387
Altach ist ja kein direkter Konkurrent mehr, trotzdem ist folgendes Detail vielleicht für unsere ehemaligen (einheimischen) Trainer und Spieler interessant: Adi Hütter hat dem Nachwuchs des SCR Altach 10.000 Euro (!) gespendet. Hat jemand die Email-Adressen von Jara, Kogler, Streiter, Klausner und wie sie alle heißen? Vor allem der Kogler hat doch immer ein paar Hunderter im Sack, wie wir von der legendären Partie bei der Wiener Austria wissen. :fie:
Quelle: Neue Vorarlberger Tageszeitung vom 12.10.2019
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