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Pressespiegel - 24.05.2026

Im Rekordfinale stehen Doubles auf dem Spiel

Autor: D. Lenninger, M.Pipal, Medium: Tiroler Tageszeitung

Beim meistbesuchten Cup-Endspiel der Tiroler Fußballgeschichte lechzen am Montag (17 Uhr, Tivoli) wohl mindestens 7000 Fans nach dem Schlager WSG Juniors gegen FC Wacker.
Amateurfußball erscheint aus Sicht eines Wacker-Fans mit Blick auf die Historie wohl kaum begehrenswert. Der Stolz, dem Herzensverein auch in schwierigen Zeiten die Treue zu halten, gehört wohl zu den wenigen Vorzügen – so wie die Chance auf Trophäen, die noch nicht in der Vitrine stehen: Da blickt man auf zehn österreichische Meisterteller und sieben österreichische Pokal-Trophäen. 

Einen Tiroler Cupsieg sucht man zumindest in der offiziellen Statistik aber vergeblich. Insofern steht die Truppe des dreifachen Aufstiegstrainers Sebastian Siller am Montag (17 Uhr) im Finale des Kerschdorfer Tirol Cups gegen die WSG Tirol Juniors vor einer Chance, die wohl so schnell nicht wiederkommt. 

Kitschigerweise kann man den fehlenden Titel vor offiziell erwarteten 7000 Fans (vermutlich werden es einige mehr sein) im heimischen Tivoli-Stadion einheimsen. Und zudem gegen die Zweitvertretung eines Vereins, der sich aufgrund mehrerer Faktoren (Heimspiele im Tivoli, einziger Tiroler Bundesligist) zum Erzrivalen entwickelt hat. 

Die am Freitag durch den 4:3-Sieg über Kuchl eingefahrene Westliga-Krone resultierte beim Liga-Krösus (acht Siege in Serie) aus einem Marathon. Im Gegensatz dazu kommt das Cup-Finale einem Sprint gleich. 

Im entscheidenden Moment die Muskeln spielen zu lassen, war ein Trumpf, den man beim verloren gegangenen Vorjahresfinale gegen Reichenau auch wegen eines Ausschlusses hatte vermissen lassen. 

Dass Siller am Freitag sieben zuletzt zur Startformation zählende Akteure (u. a. Joppich, Kopp, Lechl) schonte, relativiert den vermeintlichen Nachteil der Doppelbelastung. „Ich denke, dass wir Favorit sind. Trotzdem ist die WSG mit vielen tollen, jungen und hungrigen Talenten bestückt – es wird ein interessantes Spiel“, hofft Siller auf das Double. 

WSG-Profis auf der Tribüne 

Der Kalender in der tt.com Regionalliga Tirol bescherte Leader WSG Juniors ein spielfreies Wochenende. Was die Gelegenheit bot, auf ein erfolgreiches Jahr zurückzublicken – zwölf Spiele, zehn Siege und keine Niederlage. Der Aufstieg steht fest, ein weiteres Double ist möglich. 

Obwohl man in den bisherigen Cup-Runden keinen Westligisten ausschalten musste, sagt Trainer Manuel Ludwiger stolz: „Es ist absolut keine Selbstverständlichkeit, dass wir mit unserer jungen Mannschaft im Finale stehen. Der Lohn ist, dass die Jungs dieses Spiel vor vielen Zuschauern bestreiten dürfen.“ 

Als WSG Wattens gewann der diesmalige Underdog mehrmals den Cup, zuletzt 2016 mit Kickern wie Benni Pranter, Simon Zangerl oder Christian Gebauer. Ein kleines Handicap: In der Regionalliga Tirol häufig im Einsatz stehende Jungprofis wie Huetz, Neuner oder Schweighofer dürfen wegen des Regulativs nicht spielen. „Ich bin überzeugt vom Kader und diese Spieler haben sich das Finale erarbeitet“, wiegelt Ludwiger ab und träumt von der Sensation im Tivoli.

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