Impressum

Ausgabe: 10. April 2021

Gernot Gsellmann

Im Wacker-Orkan blieb nur Okan cool

> Aufstiegsmitaspirant Klagenfurt legte mit einem 5:0 vor – zwei Stunden später verkürzte Innsbruck mit einem hochverdienten 1:0 den Rückstand wieder auf zwei Zähler > Sieg hätte höher ausfallen müssen

Wie von der Tarantel gestochen – so legten gestern die Innsbrucker im kleinen Westderby los. Variabel und schnell spielten sich die Hausherren in den Vorarlberger Strafraum, ließen dem zweitbesten Auswärtsteam überhaupt keine Zeit zum Atmen. Einzig was fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit. Denn Chancen zur Führung waren en masse vorhanden. Doch entweder agierten die Schwarz-Grünen vor dem gegnerischen Gehäuse ohne Präzision (Aydin/20., Zaizen/32.), klärte ein Dornbirner auf der Linie (Gurschler nach Kopp-Kopfball/20.) oder stand Keeper Bundschuh mit Glanzparaden einem Tiroler Treffer im Weg (Viteritti aus 11 Metern/37.).

Das 1:0 war – auch nach zu diesem Zeitpunkt 12:1-Ecken (!) – längst überfällig. Und Okan Aydin, der für den angeschlagenen Lukas Fridrikas in die Startelf rutschte, erlöste Wacker:
Stanglpass von Florian Jamnig in den Rücken der Abwehr, der Winter-Neuzugang blieb cool (40.).

Der Spiel-Charakter änderte sich auch nach der Pause vorerst nicht. Die Ländle-Truppe hatte nur die Zuschauerrolle in, stemmte sich gegen die Entscheidung. Welche Fabio Viteritti zweimal am Fuß hatte: Zuerst scheiterte er alleine an Bundschuh (59.), Sekunden später drosch er das Leder an den Pfosten (60.).

Dadurch blieb es ein Ritt auf der Rasierklinge. Denn zum einen verlor das Innsbrucker Spiel etwas an Tempo und Passgenauigkeit, zum anderen wurden die Gäste etwas munterer. Und hatte in der 83. Minute die Riesen-Gelegenheit zum Ausgleich – doch Mujic vergab am langen Pfosten aus zwei Metern! So blieb’s beim knappen aber hochverdienten Sieg.