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Ausgabe: 17. April 2021

Wolfgang Müller

Im violetten Cluster zählt nur ein Sieg

Der FC Wacker tritt heute im zweiten Auswärtsspiel dieser "englischen Woche" bei den Young Violets an.

Innsbruck - Am Mittwoch kehrte der Wacker-Tross am frühen Morgen mit drei Punkten im Gepäck aus Horn zurück, gestern saßen die Schwarzgrünen ab neun Uhr schon wieder im Bus Richtung Osten. Ziel und Vorsatz sind ident, der Gegner ist heute ab 14.30 Uhr mit den Young Violets ein freilich anderer. "Wir schauen nicht auf den Gegner, sind voll auf Sieg fokussiert", erklärte FCW-Coach Daniel Bierofka vor der Abfahrt und meinte damit die ganz besonderen Umstände dieses Auswärtsspieles.

Denn die Tiroler treten heute mitten im violetten Corona-Cluster an. Ein Dutzend Austrianer sind positiv getestet in Quarantäne, das Auswärtsspiel letzten Mittwoch in Liefering wurde verschoben, heute soll angepfiffen werden. Zuerst die Lizenzverweigerung, jetzt auch noch der Corona-Strudel bei den Amateuren - im April 2021 kommt es für den Wiener Traditionsclub knüppeldick.

"Hinfahren, darauf vertrauen, dass das Sicherheitskonzept greift, und mit drei Punkten wieder heimfahren", sieht FCW-Profi Okan Aydin die Lage nüchtern. In welcher Besetzung die Jungveilchen auflaufen, ist für Bierofka nicht das große Thema: "Wir wissen, wie sie spielen, und wir schauen nur auf uns, weil drei Punkte Pflicht sind."

Personell entspannte sich die Lage beim FC Wacker etwas. Lukas Fridrikas ist nach überstandener Gehirn­erschütterung wieder im Kader. Thomas Kofler und Darijo Grujcic trainierten nach ausgesessener Quarantäne wieder mit, blieben aber zu Hause. Fraglich ist, ob Florian Kopp, der gegen Horn nach einem Zusammenstoß mit Ronivaldo einen Nasenbeinbruch erlitt, mit Maske auflaufen kann. Wenn nicht, verteidigt Anel Hadzic oder Sefik Abali im Zentrum. Für Ronivaldo und Fabio Viteritt­i heißt es vor dem Schlager kommende Woche gegen Klagenfurt aufpassen, denn beide stehen bei vier Gelben Karten.