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Ausgabe: 18. April 2021

Wolfgang Müller

Pflicht gegen die Corona-Veilchen glanzlos erfüllt

Vor dem Schlager am kommenden Freitag gegen Aufstiegskonkurrent Klagenfurt feierte der FC Wacker gestern einen 2:0-Auswärtssieg bei den Young Violets.

Wien - 2:0 am Verteilerkreis, dritter Sieg in Folge - der FC Wacker machte sich gestern mit drei Punkten im Gepäck auf die Heimreise aus Favoriten. Letztlich völlig verdient, weil die Tiroler gegen den stark ersatzgeschwächten Talenteschuppen der Wiener Austria (zwölf Corona-Fälle!) klar dominierten. Aber glanzvoll ist anders.

0:0 stand es beim Halbzeitpfiff. Alex Eckmayr, der den beim Aufwärmen verletzten Marco Knaller im FCW-Tor vertrat, verlebte einen ruhigen Nachmittag. Weil die Schwarzgrünen zwar genügend Chancen herausspielten, das Spiel dominierten, bezüglich Effizienz aber einmal mehr ein großes Manko verzeichneten. Marco Holz (13.), Fabio Viteritti (16.), Ronivaldo (19., 34.), Okan Aydin (24.) und Atsu Zaizen (45.+5) scheiterten in aussichtsreichen Positionen.

Knapp vor dem Wechsel stockte allen der Atem, stand der Fußball urplötzlich im Hintergrund. Nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler blieb Simon Radostits benommen liegen. Der 18-Jährige wurde zehn Minuten auf dem Rasen behandelt und dann mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Spital abtransportiert.

In der 54. Minute hatte dann der FC Wacker eine Schrecksekunde zu verdauen - nach einem leichten "Grapscher" von Alex Joppich wurde auf Elfmeter für die Violetten entscheiden. Can Keles vernebelte und die Dinge nahmen dann spät, aber doch ihren Lauf. Mit seinem ersten Treffer im FCW-Dress sorgte Holz (74.) nach Flanke von Flo Jamnig für den erlösenden Führungstreffer. Jamnig (83.) sorgte mit einem souverän verwandelten Elfmeter für den 0:2-Endstand.

"Das Programm der letzten Wochen war intensiv. Die Mannschaft lieferte eine gute Leistung ab und arbeitete gegen einen tiefstehenden Gegner auch zahlreiche Möglichkeiten heraus", bilanzierte Daniel Bierofka positiv: "Weil wir den Druck bis zum Führungstreffer permanent hochgehalten haben."

Das treffende Schlusswort zu diesem Spiel lieferte der FCW-Coach vor der Rückfahrt aus der Generali-Arena: "Wir alle wünschen Simon Ra­dostits alles Gute und eine schnelle Genesung."