Impressum

Ausgabe: 18. April 2021

floh

„Situation 2020 soll sich nicht wiederholen“

Innsbruck - Die von der Regierung in den Raum gestellten Öffnungsschritte im Sport wurden auch vom Tiroler Amateur-Fußball mit Interesse zur Kenntnis genommen. Daraus Hoffnung zu schöpfen, wäre wohl verfrüht, so wurde gestern etwa die Bundesländermeisterschaft (Leistungsfußball) des Jahrgangs 2007 abgesagt.

Auch Josef Geisler, dem Präsidenten des Tiroler Fußballverbandes, ist die Skepsis anzumerken: "Es läuft wieder alles nach dem gleichen Schema ab: hinhalten, vertrösten und irgendwann wieder absagen." Ein Schlagwort, denn nach dem Kärntner Verband beendete auch kurzfristig Niederösterreich den Meisterschaftsbetrieb, bevor dieser hätte losgehen können. Etwas, das man sich in Tirol noch nicht vorstellen will: "Das muss jeder Landesverband für sich selbst entscheiden", stellte Geisler klar, ohne selbst Anstalten zu machen, diesem Beispiel zu folgen. "Wir haben uns im Verband darauf verständigt, was das mögliche Öffnungsdatum bedeuten könnte." Derzeit wird Mitte Mai anvisiert - aus Sicht Geislers der 10. oder 17. Mai. Nun müsse man sich ausrechnen, was diese Termine für die Meisterschaft bedeuten würden. Eines stellte der Zillertaler gestern jedenfalls klar: "Mein Bestreben ist es, dass es nicht zu einer Wiederholung des Zustands vom Vorjahr kommt. Das müsste in den meisten Ligen bei uns möglich sein." Zur Erläuterung: Das vorzeitige Beenden der Amateur-Meisterschaft verhinderte möglicherweise eine reguläre Wertung und damit den Auf- oder Abstieg. Diesbezüglich wolle man heuer jedenfalls flexibel sein: "Es ist durchaus möglich, dass wir die kommende Saison in diversen Ligen mit einer Mannschaft mehr beginnen."

Auch seitens des Österreichischen Fußball-Bunds wartet man ab, Präsident Leo Windtner wollte auf Öffnungsschritte warten. Die Absage der Meisterschaft sollten Landesverbände gemeinsam treffen.