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Ausgabe: 22. Januar 2022

Florian Madl

Das Wacker-Start-up dreht derzeit an vielen Schrauben

Innsbruck – Noch vor wenigen Tagen war Ernst Middendrop in der Pole-Position, was die Trainerbesetzung anbelangt. Der Deutsche, derzeit in Südafrikas erster Fußball-Liga im Einsatz, scheint mittlerweile allerdings aus dem Rennen, ein deutschsprachiger Kollege soll das Amt von Interimstrainer Masaki Morass übernehmen.

Doch damit nicht genug: Auch Middendrops Landsmann Roland Kopp wird nicht als Sportdirektor, sondern als Berater fungieren. Grund: Wie im Fall Jürgen Werner, der aufgrund dieser Unvereinbarkeit eine Funktionärssperre beim LASK ausgefasst hatte (und nun bei der Wiener Austria im Hintergrund die Fäden zieht), müssen sich die neuen Wacker-Verantwortlichen den FIFA-Regeln beugen.

Das wiederum bedingt eine Rochade auf dieser Funktion, weshalb Gerüchten zufolge auch ein Innsbrucker Innenstadt-Gastronom in den Fokus rückt. Der designierte Präsident Kevin Radi bittet um Verständnis, dass er sich vorerst nicht zu Themen wie diesen äußern kann: „Ich müsste alles gleichzeitig machen, aber das geht sich nicht aus“, gesteht der 33-Jährige nach einem wahren Telefon-Marathon. Dabei geht es nicht zuletzt um die Aufarbeitung vergangener Themen – man wolle mit allen Sponsoren und Gläubigern ein Gespräch führen.

Dem Begriff Start-up kann Radi einiges abgewinnen, schließlich handelt es sich beim Immobilien-Makler und seinem Partner Bernhard Dornauer (Software-Entwickler) um jüngere Semester. Weitere Kollegen sollen folgen, wie Radi festhält. Möglicherweise schon kommende Woche, aber so genau wisse man das derzeit noch nicht. Allzu viel Zeit darf man sich nicht lassen, schließlich steht Ende Februar die Generalversammlung auf dem Programm und Mitte März müssen die Lizenz-Unterlagen bei der Bundesliga eingereicht werden.