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Ausgabe: 04. Februar 2022

Florian Madl

Investor vor der Tür, ein Name taucht auf

Kommende Woche soll beim FC Wacker "der Neue" präsentiert werden. Heiß gehandelt: Volker Zeh

Innsbruck - Kommende Woche soll der Stuttgarter Investor präsentiert werden, gestern kochte die Gerüchteküche über. So könnte Volker Zeh, Präsident des zweitklassigen Eishockey-Vereins Kitzbüheler Adler (AHL), in diese Rolle gerutscht sein. Der 57-Jährige, ehemals Besitzer eines Metallunternehmens mit 300 Mitarbeitern und später in der Sportvermarktung tätig, hatte sich im Vorjahr vergebens um die Rolle des Präsidenten beim deutschen Fußball-Erstligisten VfB Stuttgart beworben.

Spannend bleibt es allemal, denn beim Verein mit dem ehemaligen russischen Investor Michail Ponomarev muss ein Einvernehmen her. Der 47-Jährige will sich dem Vernehmen nach nicht tatenlos zurückziehen, auch ein juristisches Nachspiel wäre TT-Informationen zufolge nicht ausgeschlossen.

Die drei beurlaubten Spieler indes, Lukas Hupfauf (25), Stefan Hager (27) und Stefan Meusburger (28), sind wie ihnen angekündigt wurde, im Einzeltraining. Die Fußballer-Gewerkschaft in Person des stellvertretenden Vorsitzenden Oliver Prudlo setzte bereits ein Schreiben auf, um den Vorstand über die Rechtswidrigkeit dieses Vorgehens zu informieren: Man müsste die drei Akteure im Profi-Betrieb halten.

Der Verein trägt dieser Tage auch Trauer: Fritz Schwab, zwischen 1987 und 1999 Präsident des FC Wacker, verstarb gestern im Alter von 89 Jahren. "Wenn jemand schwarz-grünes Blut in seinen Adern hatte, dann er", meinte ein langjähriger Wegbegleiter.

In den 50er- und 60er- Jahren war Schwab als Tormann bei den Schwarz-Grünen aufgetreten, in den 70er-Jahren war er als Vorstandsmitglied bei Meistertiteln und Pokalsiegen an Bord. Anlässlich seines 80. Geburtstags im Oktober 2012 meinte Schwab rückblickend: "Handschlagqualität zählte für mich. Mit meinen Trainern, angefangen von Branko Elsner und Otto Baric, brauchte es keine Verträge. Auf mein Wort war Verlass."