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Ausgabe: 09. Februar 2022

t.w., floh

Trainingsverbot: „Anzeige im Raum“

Der FC Wacker lässt seine mittlerweile nur noch zwei beurlaubten Spieler weiter nicht mittrainieren. Die Fußballer-Gewerkschaft lässt nicht locker.

Innsbruck – Während die Mittelfeldspieler beim FC Wacker Innsbruck mittlerweile Schlange stehen, gehen dem Traditionsverein die Innenverteidiger aus: Nach der Beurlaubung von Stefan Meusburger (28), Stefan Hager (27) und Lukas Hupfauf (25) sowie dem verletzungsbedingten Ausfall von Darijo Grujcic (Leistenbruch) steht dem neuen Trainer Michael Oenning (erstes Training vorgestern) nur noch Florian Kopp im Defensivzentrum zur Verfügung. Und auch im Sturm könnte sich angesichts der anhaltenden körperlichen Probleme von Torjäger Ronivaldo eine Lücke auftun.

Man harrt einer Antwort – so wie auch im Fall der drei beurlaubten Spieler. Mit Stefan Hager soll man sich bezüglich einer Vertragsauflösung (würde noch bis Sommer laufen) einig sein, über Stefan Meusburger und Lukas Hupfauf gibt es keine Informationen – für eine Stellungnahme war der Ex-Kapitän nicht erreichbar. Aus Mannschaftskreisen war zu hören, dass die Akteure entgegen der in Österreich geltenden kollektivvertraglichen Vereinbarung weiter nicht am Training teilnehmen dürfen und erst spät abends via WhatsApp vom Zeitpunkt des Einzeltrainings informiert werden würden. Eine untragbare Situation, wie auch der stellvertretende Vorsitzende der Fußballer-Gewerkschaft VdF, Oliver Prudlo, meint: „Jeder Spieler hat ein Recht auf Training“, wiederholt der Ex-FC-Tirol-Kicker gebetsmühlenartig. Man warte weiterhin darauf, dass der FC Wacker dieser Aufforderung Taten folgen lasse – was bis gestern seinen Aussagen zufolge nicht passiert sei. Deshalb habe man auch weitere Schritte ins Auge gefasst: „Dabei geht es um eine Anzeige bei der Bundesliga, der Gang vor ein Gericht im Sinne einer einstweiligen Verfügung steht im Raum.“ Die TT konnte Präsident Kevin Radi gestern für keine Stellungnahme dazu erreichen.

Noch bleiben fünf Wochen Zeit, um die Lizenzunterlagen bei der Fußball-Bundesliga einzureichen. Ob der Name des Investors, offenbar ein Stuttgarter Medizinunternehmer, diese Woche wie angekündigt den Weg an die Öffentlichkeit findet, ist fraglich. Und ebenso, ob mit dem vormaligen Investor Michail Ponomarev bereits eine Einigung erzielt wurde.