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Ausgabe: 16. Februar 2022

Florian Madl

Coskun geht, Oenning übernimmt

Gestern verabschiedete sich beim FC Wacker der eben eingesetzte sportliche Leiter Selcuk Coskun, Trainer Michael Oenning fungiert künftig in einer Doppelrolle.

Innsbruck – Der FC Wacker kommt nicht zur Ruhe. Nachdem in den vergangenen Tagen immer wieder die Frage nach der Finanzierung des Vereins neu gestellt wurde – das Land behält vorerst seine Förderungen ein –, verabschiedete sich gestern der sportliche Leiter Selcuk „Selle“ Coskun. Ein Auszug seiner Nachricht an die Mannschaft:

„Hallo Leute, aufgrund von diversen Meinungsverschiedenheiten habe ich mich dazu entschieden, mich von meinem Aufgabenbereich/Posten zu verabschieden.“

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung wurde dann bekannt, das Trainer Michael Oenning die Coskun-Aufgaben übernehmen soll – mit dem Investor-Vertrauten Roland Kopp in beratender Funktion. Bekanntlich darf der 57-Jährige aufgrund seiner Rolle als Spielerberater kein offizielles Amt bekleiden. Außerdem berichtete der Vorstand rund um den designierten Präsidenten Kevin Radi, dass man sich neu aufstellen werde: Bernhard Dornauer (künftig GF BlockRock GmbH, Innovation, Gaming) sei nicht mehr Teil des Wahlvorschlags, stattdessen würden Thomas Kerle (Finanzen) und Niklas Sattler (Marketing, Kommunikation) das Dreigestirn ergänzen.

Mit Ex-Investor Matthias Siems strebe man zudem eine außergerichtliche Einigung an. Man führe „super Gespräche“, versprechen könne man aber vorerst nicht, dass man Geld vom Deutschen bekommen werde.

Der Name des neuen Investors bleibt indes weiter unter Verschluss, er werde sich „zu gegebenem Zeitpunkt“ vorstellen. Auch das Land Tirol erhielt trotz mehrfacher Nachfrage immer noch keine Informationen zum Investor.

In den anstehenden sechs Monaten gelte es, sich finanziell zu stabilisieren. Man habe zuletzt „ein paar hunderttausend Euro“ an eigenem Geld in den Verein gesteckt, der vor vier Wochen „eigentlich insolvent“ gewesen sei. Das soll sich ändern: Bereits in der kommenden Saison wolle man dann um den Aufstieg mitspielen.