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Ausgabe: 11. Februar 2022

Florian Madl

Ponomarev: „Der FC Wacker hat Potenzial“

Michail Ponomarev (47), bis vor vier Wochen Investor des Zweitligisten FC Wacker Innsbruck, findet in einem TT-Exklusivinterview für die neue Klubführung klare Worte.

Wie groß ist Ihre Enttäuschung nach dem vorzeitigen Ende der Tätigkeit beim FC Wacker?

Ponomarev: "Wir haben im Sommer rund um meinen Einstieg positive Gespräche geführt und es wurde mir einiges Versprochen. Die Enttäuschung bzw. Verwunderung über dieses plötzliche Ende war daher selbstverständlich vorhanden."

Wurden sie, Herr Ponomarev, beim Ende ihrer Tätigkeit vor vollendete Tatsachen gestellt?

Ponomarev: "Mein Vertrauter Niko Weinhart wurde unmittelbar vor der offiziellen Verkündung in nur wenigen Sätzen über die Umstrukturierung informiert. Den Rest konnte ich leider nur den Medien entnehmen. Mit mir abgesprochen wurde bis heute noch nichts."

Dem Vernehmen nach hätten Sie sich Anteile am Verein sichern können. War das wirklich ihre Absicht?

Ponomarev: "Ich habe bereits im Sommer Potential im Verein gesehen und daher lief mein Investment auf einen möglichen Kauf von Anteilen hinaus. Dies wurde auch klar vertraglich vereinbart. Ich muss Ihnen auch ehrlich sagen: Wenn man einige Dinge ausblendet, bin ich dem gegenüber immer noch nicht abgeneigt."

Sie sollen eine juristische Lösung anstreben. Anscheinend beharren Sie darauf, dass der FC Wacker Ihnen Ihr investiertes Geld rücküberweist.

Ponomarev: "Nachdem weder Vorstände noch Geschäftsführer mit mir kommunizieren, habe ich den Sachverhalt meinem Anwalt übergeben. Dieser prüft meine Position in diesem Zusammenhang."

Welche Schritte folgen?

Ponomarev: "Für mich gibt es zwei Szenarien: Geld zurück oder Anteile. Mir ist wichtig, dass man bei Wacker wieder erfolgreich wird. Sollte die Konstellation passen, bin ich auch bereit aktiv mitzuhelfen."

Wie zufrieden waren sie mit der Tätigkeit des alten Vorstandes? Vor allem an Alfred Hörtnagl und seinen Praktiken schieden sich die Geister, auch seitens der Tiroler Politik kam es intern immer wieder zu Unmutsbekundungen...

Ponomarev: "Von Ali hatte ich zu Beginn einen guten Eindruck, dieser litt natürlich aufgrund der schwachen Ergebnisse. Was mir nicht gefiel war, dass Dinge entweder zu schöngeredet wurden und er die Fehler meist bei anderen suchte. Vom eher schwierigen Verhältnis mit der Politik wurde mir berichtet. Als ich mir in Gesprächen allerdings selbst einen Eindruck machte muss ich sagen, dass ich auch deren Sichtweisen nachvollziehen kann."

Das ungekürzte Interview lesen Sie auf tt.com