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Ausgabe: 18. Februar 2022

Gernot Gsellmann

Oenning und die Strahlkraft

> Erstmals seit seinem Trainer-Antritt in Innsbruck am 1. Februar gab sich Michael Oenning öffentlich > Über seine Beweggründe für sein Ja zu Wacker, die Diskussionen rund um den Klub und seine neue Truppe

Gleich eines vorweg: Haben sie es bereits bereut, bei Wacker Innsbruck zu sein?

Nein, meinen Job mache ich jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht.

Seit ein paar Tagen haben sie zwei Jobs ...

Kein Problem. Ich bin in gutem Austausch mit dem Vorstand, mit Roland Kopp, mit den Leuten, die mit dem Team zu tun haben.

Aber sie haben wohl auch die Unruhe außerhalb des Klubs, ausgelöst durch zu viel „Ruhe“ der Verantwortlichen, mitbekommen?

Es ist kompliziert, es wird kompliziert, es wird auch nächste Woche nicht auf alle Fragen Antworten geben. Aber die Dinge, die man mir vorher gesagt hat, sind bisher alle eingetroffen. Die Vergangenheit hab ja nicht ich verbrochen.

Sie haben im Sommer 2021 den Pokal in Ungarn mit Ujpest gewonnen – warum der Wechsel nach Innsbruck?

Es kam der richtige Anruf zum richtigen Moment – auch wenn die zweite Liga Österreichs nicht mein Ziel war. Aber: Wacker ist etwas anderes, hat auch in Deutschland eine große Strahlkraft! Außerdem war ich oft in Innsbruck – Horst Hrubesch hat mich, seit ich hier bin, sicher schon fünfmal angerufen.

Was für ein Team haben sie vorgefunden?

Ich war überrascht, wie viel Qualität vorhanden ist. Aber auch ein junges Team, das sehr verunsichert war – da es lange alleine gelassen wurde. Das aber Bock auf Verbesserung hat.

Wie wird ihre Spielphilosophie sein?

Ich habe große Vorfreude, dass der Ball wieder rollt. Auf der anderen Seite hätte etwas mehr Zeit nicht geschadet. Wir werden mit einem 4-2-3-1 starten, auch um Ordnung ins Team zu bringen. Aber wir werden nicht nur ein System spielen.

Wenn es Wacker noch länger gibt ...

Ich verlasse mich darauf, was mir gesagt wurde. Zudem bin ich überzeugt, dass die Lizenz kein Problem werden wird.