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Ausgabe: 05. März 2022

Gernot Gsellmann

Zu viel Stückwerk

> Erstes Heimspiel, zweite Niederlage im dritten Spiel im Frühjahr: Wacker unterlag gestern Steyr mit 1:2 > Erneut das „Grab“ selbst geschaufelt

Vor dem Anpfiff bekam Coach Michael Oenning eine erfreuliche Nachricht: Jong-min Seo durfte – da die Spielgenehmigung eintraf – aufmarschieren.
Und der Südkoreaner wirbelte mit Bertaccini die Steyr-Abwehr gleich durcheinander, der Druck wurde zunehmend größer. Bertaccini fand seinen Meister in Goalie Turner (7.), Jamnigs Schlenzer streifte den Außenpfosten (17.), Turner fischte einen Ronivaldo-Schuss aus dem kurzen Eck (20.).
Es kam, wie es kommen musste: Einen Konter der Oberösterreicher schloss Günes mit einem wunderbaren Schlenzer ab (1:0/23.).

Damit riss der Faden bei den Schwarz-Grünen. Viel Stückwerk, zu viele Fehler im Spielaufbau. Zwar hatten Bertaccini und Grote innerhalb von wenigen Sekunden den Ausgleich am Fuß (66.) – doch Steyr blieb eiskalt. Und nützte den zweiten Kapitalbock der Innsbrucker Abwehr aus: Filip lief nach einem Zusammenstoß zweier Tiroler alleine auf Knaller zu, behielt die Nerven (2:0/72.).

Zwar verkürzte Wacker in einem hektischen Finish durch Nittas Kopfball auf 1:2 (88.) – mehr war nicht mehr möglich. „Wir müssen endlich die individuellen Fehler abstellen“, war Kapitän Flo Jamnig am Ende frustriert.